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19.07.2012

17:58 Uhr

Zinsmanipulation

Crédit Agricole weist Berichte über Skandalbeteiligung zurück

Die Crédit Agricole weist Berichte zurück, nach denen die französische Großbank in den Skandal um die Manipulation des Libor und Euribor verwickelt ist. Die Bank sei nie beschuldigt worden, erklärte die Crédit Agricole.

Die Crédit Agricole erklärte, sie sei nicht im den Skandal um die Manipulation von Euribor und Libor nicht beschuldigt worden. AFP

Die Crédit Agricole erklärte, sie sei nicht im den Skandal um die Manipulation von Euribor und Libor nicht beschuldigt worden.

Im Skandal um manipulierte Interbankenzinsen hat die französische Großbank Crédit Agricole eine Beteiligung zurückgewiesen. Die Crédit Agricole sei in dem Skandal überhaupt nicht beschuldigt worden, erklärte die Bank am Donnerstag in Paris. Die „Financial Times" hatte zuvor unter Berufung auf Ermittler berichtet, Händler von vier europäischen Großbanken - der Deutschen Bank, der Crédit Agricole, der Société Générale sowie der britischen HSBC - steckten zusammen mit einem Händler der britischen Barclays Bank hinter der Manipulation des Zinssatzes Euribor.

Der Euribor und der Libor, mit dessen Manipulation die Affäre ihren Ausgang nahm, sind Zinssätze, zu denen sich in der Eurozone und weltweit Banken untereinander Geld leihen. Beide Zinssätze sind nicht nur für Geschäfte zwischen Banken von großer Bedeutung.

Indirekt haben Manipulationen auch Einfluss auf Kredite und Spareinlagen, weil deren Zinssätze teils vom Libor und Euribor abhängig oder direkt daran gekoppelt sind. Die Sätze werden täglich ermittelt, indem Banken sie melden. Mehrere Institute sollen sie über Jahre zu niedrig angegeben und so manipuliert haben.

Der Skandal war Ende Juni bekannt geworden, als die Barclays Bank zugesagt hatte, wegen der Affäre eine Rekordstrafe von 290 Millionen Pfund (rund 360 Millionen Euro) zu zahlen. Die Manipulationen soll vor allem ein Händler gesteuert haben, laut „Financial Times" vom Donnerstag der Barclays-Banker Philippe Moryoussef.

Alle an dem Skandal beteiligten Händler würden nicht mehr für die genannten Banken arbeiten, berichtete die Zeitung weiter. Ein Sprecher der Deutschen Bank bestätigte in Frankfurt am Main, der in dem Zeitungsbericht genannte Angestellte des Instituts arbeite nicht mehr für die Bank.

Von

afp

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