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12.04.2016

17:00 Uhr

Zum vierten Mal in Folge schwarze Zahlen

„Bad Bank“ HRE übertrifft Jahresziele

Die einstige Krisenbank Hypo Real Estate erinnert heutzutage kaum noch an eine „Bad Bank“. In staatlicher Hand schreibt die HRE zum vierten Mal in Folge schwarze Zahlen. Dabei helfen ihr vor allem die niedrigen Zinsen.

Die einstige Krisenbank wird vom staatlichen Wertpapiermanagement FMS geleitet – und das mit Erfolg. Das Institut schreibt schwarze Zahlen. AP

Die HRE

Die einstige Krisenbank wird vom staatlichen Wertpapiermanagement FMS geleitet – und das mit Erfolg. Das Institut schreibt schwarze Zahlen.

MünchenDie „Bad Bank“ der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) kommt beim Abbau der Altlasten schneller voran als geplant. Die bundeseigene Abwicklungsanstalt FMS Wertmanagement reduzierte ihr Portfolio im vergangenen Jahr um weitere zwölf Milliarden auf 94,7 Milliarden Euro und erzielte einen Jahresüberschuss von 296 Millionen Euro. Für das laufende Jahr zeigte sich Vorstandschef Stephan Winkelmeier am Dienstag in München verhalten optimistisch.

Wegen der extrem niedrigen Zinsen kann sich die FMS derzeit sehr günstig refinanzieren, auch die Anleiherückkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) verschaffen ihr Rückenwind. Seit der Übernahme der HRE-Risikopapiere im Jahr 2010 konnte die Abwicklungsanstalt den Bestand von damals 176 Milliarden Euro fast halbieren und nun schon zum vierten Mal in Folge schwarze Zahlen schreiben. Die Gewinne würden gehortet – das sei „ein wenig Speck auf den Knochen, den wir irgendwann auch brauchen werden“, erklärte Winkelmeier.

Im laufenden Jahr will die FMS weitere sieben Milliarden Euro abbauen, strebt aber nur noch „ein mindestens ausgeglichenes Ergebnis“ an. Winkelmeier nannte dafür drei Gründe. Mit dem Portfolio schrumpfe das Zinsergebnis. Im vergangenen Jahr seien auch Einmaleffekte im Ergebnis enthalten. Und die Risikovorsorge wachse, wenn die FMS lang laufende Papiere etwa in Südamerika, Afrika oder der ehemaligen GUS-Staaten abstoße.

Von

dpa

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