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16.10.2013

17:01 Uhr

Zurück in der Gewinnzone

Bank of America profitiert von Sparkurs

In zwei Jahren hat die Bank of America über 40.000 Stellen gestrichen und andere Sparmaßnahmen durchgeführt. Jetzt zahlt sich das offenbar aus: Das Institut ist zurück in der Gewinnzone - zur Freude der Aktionäre.

Bank-of-America-Filiale in New York: „Unsere Kunden machen wieder mehr Geschäfte mit uns.“ AFP

Bank-of-America-Filiale in New York: „Unsere Kunden machen wieder mehr Geschäfte mit uns.“

CharlotteDie Bank of America steuert auf eine vollständige Genesung von der Finanzkrise zu und kann die Altlasten im Hypothekengeschäft spürbar reduzieren. Gleichzeitig reicht das zweitgrößte US-Geldhaus mehr Kredite aus und sammelt fleißig Spareinlagen ein. „Unsere Kunden machen wieder mehr Geschäfte mit uns“, frohlockte Vorstandschef Brian Moynihan. Am Ende reichte es im dritten Quartal für einen Gewinn von 2,2 Milliarden Dollar, nachdem vor einem Jahr noch ein Verlust von 33 Millionen angefallen war. Der Flaute im Investmentbanking, die schon die Bilanz des Rivalen Citigroup verhagelt hatte, konnte sich aber auch die Bank of America nicht entziehen.

Bei Börsianern überwog die Erleichterung. Denn jahrelang war das Institut das Sorgenkind unter den US-Großbanken, weil es wegen seines großen Engagements auf dem amerikanischen Häusermarkt nicht nur unter hohen Kosten für Rechtsstreitigkeiten, sondern auch unter einer enormen Risikovorsorge für faule Kredite ächzte. Diese ging nun im Sommer über alle Sparten um 83 Prozent auf 296 Millionen Dollar zurück. Der positive Trend werde sich auch im Schlussquartal fortsetzen, betonte Finanzchef Bruce Thompson in einer Telefonkonferenz. Das beflügelte die Aktie: Sie zog zu Handelsbeginn an der Wall Street fast zwei Prozent an.

Die zehn größten Banken der Welt

Platz 10

Platz zehn belegt die China Construction Bank, seit dem Jahr 2005 werden an der Hongkonger Börse Aktien der CCB im Wert von mehr als 8 Milliarden Dollar gehandelt.

Bilanzsumme: 2241 Mrd. US-Dollar

Platz 9

Darauf folgt die Bank of America, deren Ursprünge auf die im Jahr 1784 gegründete Bank of Massachusetts zurückgehen. Sie ist somit die zweitälteste Bank der USA.

Bilanzsumme: 2258,5 Mrd. US-Dollar

Platz 8

Die JP Morgan Chase & Co. ist, gemessen an der Bilanzsumme von mehr als 2,3 Billionen US-Dollar, die größte Bank der USA.

Bilanzsumme: 2359,1 Mrd. US-Dollar

Platz 7

Die britische Großbank Barclays wurde 2011 in einer an der ETH Zürich veröffentlichten Studie als einflussreichstes Unternehmen der Weltwirtschaft bezeichnet.

Bilanzsumme: 2420,6 Mrd. US-Dollar

Platz 6

Crédit Agricole mit Sitz in Paris ist auch durch seine Tätigkeit als Sponsor des Radsportteams Crédit Agricole weltweit bekannt.

Bilanzsumme: 2431,4 Mrd. US-Dollar

Platz 5

Die MUFG entstand 2005 aus dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen Mitsubishi Tokyo Financial Group (MTFG) und UFJ Holdings, Herzstück des Konzerns ist die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ.

Bilanzsumme: 2488,8 Mrd. US-Dollar

Platz 4

BNP Paribas entstand 2000 durch die Fusion der Banque Nationale de Paris (BNP) und der Paribas. Zusammen mit der Société Générale und dem Crédit Lyonnais gehört sie zu den drei alten Geschäftsbanken Frankreichs.

Bilanzsumme: 2517,1 Mrd. US-Dollar

Platz 3

Die Deutsche Bank mit Sitz in Frankfurt am Main ist das nach Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl größte Kreditinstitut Deutschlands und unterhält bedeutende Niederlassungen in London, New York City, Singapur und Sydney.

Bilanzsumme: 2655,7 Mrd. US-Dollar

Platz 2

Zweiter ist die Bank HSBC, die ihren Sitz in London hat und somit die größte Bank Europas ist.

Bilanzsumme: 2692,5 Mrd. US-Dollar

Platz 1

Die ICBC ist, gemessen an der Bilanzsumme, nicht nur die größte Bank der VR China, sondern auch die größte Bank der Welt.

Bilanzsumme: 2813,5 Mrd. US-Dollar

Das Institut profitierte wie die gesamte Branche davon, dass die US-Amerikaner dank der wirtschaftlichen Erholung der vergangenen Jahre ihre Kredite wieder regelmäßiger bedienen können. Zudem führte der Komplettausstieg bei der China Construction Bank zu einem Sondergewinn. Dagegen sanken die Kosten dank des laufenden Sparprogramms, dem auch Jobs zum Opfer fallen. Gegenüber dem Höchststand vor zwei Jahren fiel die Zahl der Mitarbeiter um 42 600 auf 247 900.

Die Konzerneinnahmen - bereinigt um Bewertungseffekte - waren mit gut 22 Milliarden Dollar leicht rückläufig. Das Neugeschäft ist also insgesamt nicht ganz so dynamisch wie vom Management erhofft. In der Hypothekensparte zeigen sich schon seit längerem Bremsspuren, weil viele Familien ihre Kredite bereits zu Beginn der Niedrigzinsphase refinanziert haben und jetzt die Füße still halten. Die Bank of America baut deshalb in diesem Bereich auch etliche Stellen ab, um Kosten zu sparen.

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