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25.10.2014

10:32 Uhr

Zweiter Selbstmord

Top-Manager der Deutschen Bank erhängt sich

Er wurde tot in seiner Wohnung gefunden: Deutsche-Bank-Manager Calogero Gambino hat sich erhängt. Es ist der zweite Selbstmord in der Führungsetage des Instituts, möglicherweise in Zusammenhang mit Zinsmanipulationen.

In New York hat ein Manager der Deutschen Bank Selbstmord begangen. dpa

In New York hat ein Manager der Deutschen Bank Selbstmord begangen.

New YorkCalogero Gambino, Rechtsanwalt und Managing Director der Deutschen Bank in New York, hat sich umgebracht. Seine Frau hatte den 41-Jährigen am Morgen des 20. Oktober tot in seiner New Yorker Wohnung gefunden. Gambino starb laut der Gerichtsmedizin durch Erhängen, berichtete das Wall Street Journal am Freitag auf seiner Website. Das Blatt bezog sich dabei auf städtische Beamte ebenso wie Personen aus Gambinos familiären Umfeld.

„Charlie war ein beliebter und respektierter Kollege, wir vermissen ihn“, sagte Renee Calabro, eine Sprecherin der Deutschen Bank in New York. „Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei seiner Familie und seinen Freunden.“

Der Jurist hatte seit elf Jahren für die Bank gearbeitet und war in Beratungen zu Rechtsfragen innerhalb der Bank involviert, auch bei den Untersuchungen zur langjährigen Manipulation des Londoner Referenzzinssatzes Libor, teilte die Zeitung unter Berufung auf mit seiner Arbeit vertraute Personen mit.

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William Broeksmit ist tot. Der Investmentbanker sollte vor anderthalb Jahren Risikochef der Deutschen Bank werden, bis ihn die Finanzaufsicht ausbremste. Er wurde erhängt in seiner Londoner Wohnung gefunden.

Die Deutsche Bank ist eine von sechs Instituten, die im Dezember von der Europäischen Kommission mit einer Geldstrafe belegt wurden. Grund war die Manipulation des Euribor, Referenzzinssatz für das Interbankengeschäft in Euro, des Libors und des Tibors, der die Interbanken-Kredite in japanisch Währung widerspiegelt.

Bereits im Januar erhängte sich der pensionierte ehemalige Top-Manager der Deutschen Bank, William Broeksmit, in seinem Haus in London. Broeksmit (58) war laut eines Arztes „besorgt“ über Untersuchungen der Kreditgeber, wie im Autopsie-Bericht zu lesen war.

Die Deutsche Bank, der größte Kreditgeber Deutschlands, hatte am Freitag mitgeteilt, dass im dritten Quartal Prozesskosten in Höhe von 894 Millionen Euro zu erwarten seien. Die Rechtskosten des Unternehmens, die sich im vergangenen Jahr auf etwa drei Milliarden Euro beliefen, behindern die Bemühungen der Bank, Kapital aufzubauen und die Renditen für Investoren zu erhöhen.

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