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20.03.2012

21:12 Uhr

Bernanke hält Vorlesung

Was ist denn eigentlich eine Zentralbank?

VonNils Rüdel

Ben Bernanke zieht es zurück an die Uni. In Vorträgen erzählt er Studenten aus der Welt der Zentralbanken. Er will es simpel zu machen - doch aus seiner Haut als mächtigster Notenbankchef der Welt kommt er nicht heraus.

Ben Bernanke spricht an der Georgetown Universität in Washington D.C. dapd

Ben Bernanke spricht an der Georgetown Universität in Washington D.C.

WashingtonEin solches Spektakel sieht auch eine der prominentesten Unis Amerikas nicht alle Tage. Übertragungswagen, Fernsehreporter, weiträumige Absperrungen und Sicherheitsleute – man kann nicht behaupten, die George Washington University im Zentrum der US-Hauptstadt würde ihren Studenten zu wenig bieten. Im vergangenen Jahr hielt hier Präsident Barack Obama eine große Rede übers Sparen, ausgerechnet an der teuersten Universität des Landes.
Am heutigen Dienstag, wieder unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen, dürfen die Studenten abermals einem prominenten Redner zuhören: Ben Bernanke, Chef der Notenbank Fed, wird seine erste von vier Gastvorlesungen halten. Gut 50 Ökonomie-Studenten sitzen in einem fensterlosen Raum und warten darauf, dass der Mann mit dem charakteristischen weißen Bart ihnen aus erster Hand über das berichtet, mit dem er sich am besten auskennt: Notenbanken und deren Rolle in der Krise.

„Ich freue mich und hoffe auf einen guten Austausch“, sagt also Bernanke in dieser sanften, jung klingenden Stimme. Der 58-Jährige, grauer Anzug, blaue Musterkrawatte, lehnt am Rednerpult und wirkt, als sei er ganz in seinem Element. Endlich mal keine Krisenrunden, keine vorlauten Fragen ungeduldiger Parlamentarier, keine Kritiker, die ihn „Geldfälscher“ nennen oder „Helikopter-Ben“, weil er die Wirtschaft mit Geld überflutet. Hier ist Bernanke einfach nur der Professor, der er vor Jahren war, damals, in Princeton.

Aber Bernanke ist eben doch der mächtigste Notenbanker der Welt, und mit einem unbedachten Satz kann er Märkte bewegen und so wird er doch nicht so locker, wie es die Studenten erhoffen. Er achtet  während seines einstündigen Vortrags peinlich darauf, nichts zur aktuellen Krise oder zur Lage der US-Wirtschaft zu sagen. Er klebt an seinen Folien und hält eine derart grundsätzliche Vorlesung, dass auch jeder Nichtökonom problemlos folgen könnte.

Kommentare (14)

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Kurt-Horst

20.03.2012, 21:52 Uhr

Tja, da hat wohl jemand Angst, daß die Wahrheit über das Monster von Jekyll Island sich doch langsam herumspricht. Keine Chance, Mr. Chair Satan.

Nastrowje

20.03.2012, 22:04 Uhr

Was ist eine Zentralbank?
Jetzt mal ganz ohne Satire und Zynik:
Ein legalisiertes Maffiainstitut, das den "Bürger"8bessser den Bürgen das Geld aus der Tasche zieht. Nicht durch Sachwerte gedeckt wie Edelmetalle. Defacto der Dollar seit mindestens 1971 in keinster Weise. Der Betrug fing an zu Weihnachten 1914.
Das Buch"Die Kreatur von Jekyll Island: Die US-Notenbank Federal Reserve - Das schrecklichste Ungeheuer, das die internationale Hochfinanz je schuf" erklärt alles. Alle bedeutenden Währung schöpfen Geld aus dem Nichts (FIAT Money d.h es werde Geld) Entsteht erst durch Kreditvergabe . Die Geschäftsbank muß lediglich bei einer Kreditvergabe von z.B. 100.000 Euro und bei einem Mindestreservesatz von 2 % diesen Betrag bei der Bundesbank hinterlegegn also 2000 Euro. Demenstsprechend sind die Gewinnmargen einer Bank utopisch hoch. Weil ausdiesen 100.000 Eur Kredit wiederum neuer Kredit entsehen kann, ist dieser Prozess ziemlich lange wiederholbar. Einzig bestimmte Richtlinien BASEL I, II oder III setzen evtl. Grenzen. Die Einlagen (Saprgelder etc.) der Kuden spielen fast keine Rolle. Durch gestiegene Geldmenge kommt es fast immer und im jetzigem Endstadium, dass demnächst beginnt, kommt es zur Inflation und Preissteigerung.
Dies bedeutet eine teilweise und im Endstadium eine komplette Entwertung der Sparguthaben mit allen gesellschaftlichen Konsequenzen. Arbeitslosigkeit Armut.
Fast immer wird dadurch mit einem großen Krieg abgelenkt.
Henry Ford:" Wenn die Bevölkerung das Geldsystem verstehen würde, hätten wir eine Revolution und zwar noch vor morgen früh."
Und so gehen die Leute erst auf die Straße, wenn das Geld weg ist und sie nichts mehr zu essen haben. Traurig, aber war...

MoneyMaster

20.03.2012, 23:29 Uhr

suche mal auf Youtube unter 'Money Masters'.
Die Doku ist ueber 1Stunde lang, aber faszinierend.

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