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15.09.2014

06:28 Uhr

BIZ-Quartalsbericht

Die Ruhe an den Märkten ist trügerisch

Anleger sind verzweifelt auf der Suche nach einträglichen Renditen. Doch einige Investoren haben inzwischen schon immense Risiken aufgebaut. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich warnt.

Die Kurse klettern immer weiter nach oben - wie lange kann das gut gehen? dpa

Die Kurse klettern immer weiter nach oben - wie lange kann das gut gehen?

FrankfurtAn den weltweiten Finanzmärkten kommt es nach Einschätzung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) derzeit zu ungewöhnlich geringen Schwankungen. In ihrem am Sonntag veröffentlichten Quartalsbericht weist das in Basel ansässige Institut zudem darauf hin, dass Anleger auf der Suche nach einträglichen Renditen im Niedrigstzins-Umfeld die Preise an den Märkten immer mehr in die Höhe trieben.

Dies sei eine Folge der extrem lockeren Geldpolitik von Notenbanken weltweit. Damit deutete die BIZ eine Gefahr an, auf die sie in jüngster Zeit bereits hingewiesen hatte: Dass eine aus ihrer Sicht trügerische Ruhe an den Märkten derzeit verdecken könnte, dass einige Investoren inzwischen längst immense Risiken aufgebaut hätten.

Zuvor hatte das Institut davor gewarnt, dass das gegenwärtige Wachstum auf den Immobilien- und Kreditmärkten einiger Länder nicht von Dauer sein könne. Mit dem Verweis auf die extrem geringen Schwankungen signalisiert die BIZ, dass die Märkte zu starr geworden sind, um künftige Verwerfungen zu verkraften.

Die Bank gilt als „Zentralbank der Zentralbanken“ und hat als Drehkreuz für den Austausch von Notenbankern einen Überblick über das Marktgeschehen. Sie gehörte zu den wenigen Institutionen, die vor der Finanzkrise 2007 gewarnt hatten.

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Quelle: Börse für Dummies

Am Sonntag erklärte die BIZ, die Schwankungen an den internationalen Finanzmärkten hätten im August zwar vorübergehend zugelegt, weil Anleger sich über politische Krisen Sorgen gemacht und am Wirtschaftswachstum gezweifelt hätten. Diese Bedenken seien aber schon bald in den Hintergrund getreten, als die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Zinsen gesenkt und milliardenschwere Konjunkturmaßnahmen ankündigte.

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