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08.03.2012

21:31 Uhr

Anlegermesse statt DSDS

Dieter Bohlen und sein Anlagemodell

VonStefan Menzel

Auf einer Anlegermesse in Wien sollte Dieter Bohlen sein persönliches Erfolgsgeheimnis verraten. Der studierte Betriebswirt und „Superstar“-Juror macht schnell klar: Kein Erfolg ohne harte Arbeit und Disziplin.

Musik-Produzent Dieter Bohlen. dpa

Musik-Produzent Dieter Bohlen.

WienDer Österreicher an sich ist ein freundlicher Mensch und legt großen Wert auf Titel. Deshalb wird Dieter Bohlen artig als „Diplom-Kaufmann“ begrüßt, als er in Wien die Bühne auf einer Anlegermesse betritt. Denn es stimmt tatsächlich: Lange bevor Bohlen Deutschlands bekanntester Musikproduzent wurde, hat er in Göttingen sein Studium der Betriebswirtschaft zu Ende gebracht. In Wien soll er den 800 versammelten Anlageberatern über seine ganz persönliche Erfolgsgeschichte erzählen. Darüber, wie ein junger Mann aus einfachen Verhältnissen zum Multimillionär aufgestiegen ist. Ganz ohne Show-Element kommt Bohlen auch vor den Anlageberatern nicht aus. ´

Dort, wo doch der gedeckte graue Anzug und die Krawatte dominieren. Der Gast aus Deutschland lässt zu Beginn seines Auftritts erst einmal ein Lied anstimmen. Und tatsächlich, die strengen Männer der Finanzbranche kommen seiner Aufforderung nach und erheben sich für den kurzen Begrüßungsgesang. Schon ziemlich schnell ist klar, welcher rote Faden Bohlens Auftritt vor den Herren der Finanzbranche durchzieht. "Man muss ackern und arbeiten", lautet das Credo des 58-Jährigen.

Disziplin ist für ihn die erste und wichtigste Grundvoraussetzung zum Erfolg. Hartnäckigkeit und eine Portion Rücksichtslosigkeit "gegen sich selbst" gehörten genauso dazu. Bohlen ruft dazu auf, den Tag mit Taten zu beginnen, auch wenn man „eigentlich lieber im Bett bleiben möchte“. Zum Geschäft der in Wien versammelten Anlageberater hat Bohlen nicht sonderlich viel beizutragen. Gerhard Führing, Herausgeber des veranstaltenden Anlagemagazins „Fonds professionell“, fragt seinen Gast nach Anlagetipps.

Doch Bohlen reagiert zögerlich: „Im Moment dreht sich alles nur um die nachhaltige Sicherung des Vermögens.“ Einen großen Teil seines Geldes habe er bei der Commerzbank als Tagesgeld mit 1,8 Prozent Rendite geparkt. Sorgen um die Commerzbank macht er sich nicht. „Die gibt es in einem Jahr noch“, sagt er. Nach einer knappen Stunde ist der Auftritt in Wien vorüber. Dann kann sich Bohlen normalen Geschäften zuwenden: Fans verlangen nach Autogrammen.

Kommentare (7)

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Goldhamster

08.03.2012, 22:07 Uhr

Gratulation. Das Anlageschaf Bohlen vertraut der Kopfschmerzbank. Wer dem glaubt gehört "geschoren", so wie alle Schafe. In Krisenzeiten gibts nur eines: Gold/Silber. Alles andere sind Versprechen, die gebrochen werden. Seit Tausenden von Jahren. Also Ihr Schafe! Was wollt Ihr? Werterhalt oder Schafschur? Erhalt Eurer Ersprarnisse oder staatl. Geldentwertung? Niemand soll sagen, er hat es nicht gewusst!!!


Carrera911FFM

08.03.2012, 23:18 Uhr

Gold/Silber sind die grössten Geldvernichter. Als Beimischung gut ( im bestimmten Verhältnis) , aber alles in Edelmetalle. -> Nein Danke

Wenn du einen findest der den Preis bezahlt , bei steigender Staatsverschuldung kommt es letzlich zur Deflation und jeder verscherbelt letzlich was er hat. Gold Silber werden noch kräftig durchgeschüttelt werden, spätestens wenn die Zinsen anfangen zu steigen !!!

Goldfreund

09.03.2012, 00:14 Uhr

Ausser Gold und Silber eignet sich fast nichts als Wertspeicher, denn nur Gold und Silber erfüllen die MINDESTeigenschaften von Geld:
fungibel, liquide, chemisch dauerhaft beständig (im Gegensatz zu Nahrungsmitteln), ohne Verlust teilbar für Wechselgeld (im Gegensatz zu Edelsteinen), selten und nicht beliebig vermehrbar zur Inflationseindämmung (im Gegensatz zu z.B. Papiergeld),
leicht transportierbar (im Gegensatz zu Immobilien), etc.
Unabhängig von der Zahlungsfähigkeit irgendeiner Institution oder irgendeines Staates.
Diese Eigenschaften erfüllen im Wesentlichen nur Gold und Silber. Genau das ist der Grund, warum diese beiden Metalle seit Jahrtausenden als einzige stabile Währung gedient haben. Die Gold- und vor allem die Silberreserven sind in wenigen Jahren bereits aufgebraucht, dann geht der Preis ohnehin durch die Decke.

Es gibt inzwischen immer mehr, die schon seit Jahren auf eine Korrektur warten. Bei 400 Euro/Unze wartete man bis nochmal die 350 kommen, bei 560 dachte man, daß 500 ein guter Einstieg wären, bei 800 war es schon viel zu teuer und jetzt haben wir über 1.300 Euro und da ist es die Blasenbildung und das bestimmt bald kommende Goldverbot, weshalb man immer noch nicht dabei ist!
Es sind die immer ähnlichen/gleichen "Begründungen" für jene, die den rechtzeitigen Einstieg einfach verschlafen haben.


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