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26.07.2012

10:59 Uhr

100 Jahre Laufzeit

Investoren reißen sich um Mexiko-Bond

Mexikos Dollar-Staatsanleihe mit einer Laufzeit von 100 Jahren ist bei Investoren schwer gefragt. Die Rendite der Bonds mit Fälligkeit 2110 ist im Juli um gut 50 Basispunkte auf 4,61 Prozent gesunken.

Mexikos Dollar-Staatsanleihe ist bei Investoren sehr beliebt. ap

Mexikos Dollar-Staatsanleihe ist bei Investoren sehr beliebt.

Das ist die niedrigste Rendite seit der Ausgabe der Papiere 2010. Zum Vergleich: US-Treasuries mit Fälligkeit in 30 Jahren - die längste Laufzeit bei US-Staatspapieren - rentieren bei 2,5 Prozent.

Die außergewöhnlich lange Laufzeit von 100 Jahren erlaubt es den Investoren eine höhere Rendite bei einem Staatsschuldner festzuschreiben, dem der Internationale Währungsfonds für dieses Jahr ein Wachstum von 3,9 Prozent voraussagt, während für die USA nur zwei Prozent Wachstum und die für die Eurozone ein Schrumpfen um 0,3 Prozent erwartet werden.

Zudem spekulieren die Anleger, dass weltweit Maßnahmen zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums in Gang gesetzt werden und die niedrigen Zinsen anhalten.

„Es ist eine ungewöhnlich lange Laufzeit, die es bei anderen Schwellenländern nicht gibt“, sagt Gabriel Casillas, Chefökonom und Leiter der Analyse bei Grupo Financiero Banorte SAB in Mexiko Stadt in einem Telefoninterview. Entscheidend sei zudem, dass Mexiko fundamental ziemlich gesund sei.

Zunehmende Besorgnis, dass Griechenland es nicht schaffen wird, die mit seinen Rettungspaketen verknüpften Vereinbarungen zu erfüllen, drückte Anfang dieser Woche die Renditen von Staatsanleihen aus den USA, Deutschland und Großbritannien auf Rekordtiefs.

In den USA bekräftige Ben S. Bernanke, der Vorsitzende der Notenbank, in der vergangenen Woche, dass die Federal Reserve zu einer weiteren geldpolitischen Lockerung zur Ankurbelung der Konjunktur bereit sei, falls dies erforderlich sein sollte. Die US-Leitzinsen liegen seit Dezember 2008 bei nahe null. In der Eurozone hat die Europäische Zentralbank ihren Leitzins Anfang Juli auf rekordniedrige 0,75 Prozent und den Einlagenzins auf null gesenkt.

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