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30.01.2011

13:29 Uhr

Ägypten-Krise

Kurssturz im Nahen Osten

Die Ägypten-Krise lässt auch die internationalen Finanzmärkte nicht kalt. Angesichts der anhaltenden Unruhen stürzten die Aktienkurse im Nahen Osten deutlich ab. Negative Auswirkungen werden auch auf den deutschen und den us-amerikanischen Aktienmarkt erwartet.

Investor in Dubai: Entsetzen über Kurseinbrüche. Reuters

Investor in Dubai: Entsetzen über Kurseinbrüche.

HB DUBAI. Die Unruhen in Ägypten haben an den Börsen der Golfstaaten am Sonntag heftige Kurseinbrüche verursacht. Besonders die Sorgen ausländischer Anleger, dass sich die Protestwelle in der Region ausweiten könnte, drückten die Kurse ins Minus. „Die Unsicherheit veranlasst sie, ihre Präsenz auf unseren Märkten in Frage zu stellen“, sagte Madsched Assam, Analyst von AlembicHC in Dubai. Die Investoren würden wahllos verkaufen - ungeachtet dessen, ob die Unternehmen Geschäfte in Ägypten machten oder nicht.

An der Spitze der Talfahrt der arabischen Börsen lag der Index in Dubai mit einem Fall von 4,3 Prozent. Er erreichte damit den tiefsten Stand des vergangenen halben Jahres. Auch in Katar gab der Leitindex um drei Prozent nach. In Oman und Abu Dhabi verloren die Kurse bis zum Handelsschluss 3,0 beziehungsweise 3,7 Prozent, Kuwait verlor 1,8 Prozent. Saudi-Arabiens Börse erholte sich dagegen im Laufe des Sonntags wieder ein wenig nach dem 6,4-prozentigen Absturz vom Vortag. „Es gibt gute Möglichkeiten zu kaufen, deswegen sollte der Markt heute seinen Tiefpunkt überstanden haben“, sagte der saudi-arabische Finanzmarkt-Analyst Jussef Kassantini. In Ägypten blieb die Börse am Sonntag geschlossen.

Die Anleger aus dem Ausland wollten das Risiko nicht eingehen, dass nach Tunesien, Ägypten und Jordanien auch in anderen arabischen Ländern Proteste ausbrechen könnten, vermutete Robert McKinnon, Chefanalyst von ASAS Capital. „Es kommt jetzt darauf an, wie sich die Situation in Ägypten weiter entwickeln wird, was sehr schwer vorauszusagen ist. Wenn alle Angst haben, ist es vielleicht sogar eine gute Zeit, Risiken einzugehen“, fügte er hinzu.

Die Ägypten-Krise dürfte in der neuen Woche auch den deutschen Aktienmarkt belasten. Nachdem die US-Börsen am Freitag wegen der gewaltsamen Unruhen in dem arabischen Land den heftigsten Kurseinbruch seit sechs Monaten verbucht hatten, werden auch Anleger in Deutschland zu weniger riskanten Anlagen als Aktien neigen. „Der Markt hasst Unsicherheit, vor allem geopolitische“, sagte Thomas Nyheim, Portfolio-Manager bei Christiana Bank & Trust. Gestützt werden könnte der Markt durch US-Konjunkturdaten und Unternehmensberichte.

Kommentare (3)

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This is the End of the 1001 fairy tale

30.01.2011, 14:58 Uhr

No money no music!

surveyor

30.01.2011, 15:37 Uhr

1929: the American Dream was over !

1939: the American Dream was over !

1949: the American Dream was over !

1959: the American Dream was over !

1969: the American Dream was over !

1979: the American Dream was over !

1989: the American Dream was over !

1999: the American Dream was over !

2009: again the American Dream is over !

...we'll work on the period, promised !

clubman

30.01.2011, 17:59 Uhr

ich bin zu 90% short gegangen als der Dow die 12000 genommen hat. Mein einziges Engagement in Kontinentaleuropa bei der Kas
bank habe ich gehalten, ging 2010 abwärts nevertheless extra ordinary gut kapitalisiert bis ratio 21% u. Tier 1 - 19%. Profitiert v. Regulierungswut und Outsourcing am Finanzplatz Europa/UK und zahlt ordentliche Dividende.

bei einer Korrektur von 500/600 punkten gehe ich wieder long. Da weiter Geld gedruckt wird geht die Party demnächst wahrscheinlich weiter. Das P/E amerikanischer Standardwerte ist ambitioniert. Von daher ist das Risiko etwas zu verpassen derzeit gering. Abwarten und Tee trinken.

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