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11.07.2014

10:52 Uhr

Afrika-Geschäft

Portugiesischer Baukonzern verschiebt Börsenpläne

Wegen der mit den Turbulenzen rund um die Banco Espirito Santo einhergehenden Verschlechterung der Marktbedingungen hat der größte Baukonzern Portugals den Börsengang seiner Afrika-Sparte verschoben.

Die Banco Espirito Santo hat die portugiesische Börse auf den Kopf gestellt. Langsam erholt sie sich wieder. dpa

Die Banco Espirito Santo hat die portugiesische Börse auf den Kopf gestellt. Langsam erholt sie sich wieder.

LissabonWegen der Turbulenzen rund um die portugiesische Banco Espirito Santo verschiebt der größte Baukonzern des Landes seine Pläne für einen Börsengang der Afrika-Sparte. Eine „deutliche Verschlechterung der Marktbedingungen und ihre Auswirkung auf die Stimmung der Investoren“ machten den Schritt erforderlich, teilte Mota-Engil am Freitag mit. Die Aktien des Unternehmens verloren daraufhin zehn Prozent. Mota-Engil hatte vor kurzem angekündigt, sein Afrika-Geschäft an die Londoner Börse zu bringen. Im Zuge der Verunsicherung rund um Portugals größte Bank BES gaben die Aktienmärkte in Europa und den USA am Donnerstag deutlich nach, die Risikoaufschläge auf Anleihen südeuropäischer Länder zogen an.

Hintergrund der Spekulationen um die Bank sind erhebliche Schwierigkeiten der Muttergesellschaft Espirito Santo International (ESI). Gegen die in Luxemburg ansässige Holding ermitteln Behörden wegen massiver Unregelmäßigkeiten. Laut Medienberichten soll die Gesellschaft über sieben Milliarden Euro Schulden haben, die sie nicht komplett bedienen kann. Finanzkreisen zufolge wird mit Hochdruck an einem Rettungsplan gearbeitet. Die Banco Espirito Santo zählt zu den Großbanken in der Euro-Zone, die ab November von der Europäischen Zentralbank (EZB) beaufsichtigt werden sollen und damit auch dem Stresstest unterzogen werden.

Von

rtr

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