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06.07.2015

11:27 Uhr

Aktie im Fokus

Post heute einsame Spitze im Dax

Das griechische Votum drückt den Dax ins Minus. Alle Papiere erleiden Abschläge – außer die der Deutschen Post. Dass die Aktie als einzige im Plus liegt, hat einen ganz eindeutigen Grund.

40 Stunden Verhandlungsmarathon

Streik beendet: Post und Verdi geben sich die Hand

40 Stunden Verhandlungsmarathon: Streik beendet: Post und Verdi geben sich die Hand

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DüsseldorfDie Anleger haben am Montag das Ende der monatelangen Streiks bei der Deutschen Post gefeiert. Nach der Tarifeinigung gewannen die Papiere bis zu 3,9 Prozent auf 27,25 Euro, während der Dax 1,4 Prozent abgab.

Nach einem über 40-stündigen Verhandlungsmarathon haben sich die beiden Parteien Verdi und Post am Sonntagabend in Bad Neuenahr geeinigt. Analysten bezeichneten die vereinbarten Lohnsteigerungen als „moderat“. Zudem konnte sich die Gewerkschaft nicht damit durchsetzen, dass die Post die neu gegründeten Gesellschaften aufgibt, in denen die rund 6500 Mitarbeiter weniger Lohn als ihre Kollegen im Konzern erhalten.

Post-Streik - Eine Chronik

5. Dezember 2014

Pünktlich am Abend vor dem Nikolaustag beruft die Gewerkschaft Verdi bei der Post Betriebsversammlungen ein. Das Muskelspiel ist Auftakt der laufenden Tarifverhandlungen. Weil für mehrere Stunden der Betrieb ausfällt, bleiben Feiertags-Pakete liegen.

28. Januar 2015

Verdi berichtet öffentlich über die Pläne der Deutschen Post, 49 Zustellgesellschaften unter dem Namen „Delivery“ zu gründen, die nicht mehr dem üppigen Haustarifvertrag unterstehen. Befristet Beschäftigten der Post, von denen es mehr als 15.000 gibt, soll der Wechsel in die Delivery-Gesellschaften mit einer Festanstellung schmackhaft gemacht werden. Statt der durchschnittlichen 17,70 Euro Stundenlohn nach dem Haustarifvertrag müssen sie aber mit rund 13 Euro vorlieb nehmen, die der Flächentarifvertrag in den meisten Ländern vorsieht. Die Gewerkschaft kündigt Widerstand an.

1. April 2015

Am ersten Tag nach dem Auslaufen des Manteltarifvertrags startet Verdi erste Warnstreiks bei der Post, die das Ostergeschäft beeinträchtigen. Zahlreiche weitere Warnstreiks folgen, an denen sich jeweils 4000 bis 8000 Mitarbeiter beteiligen. Allerdings sind die Auswirkungen überschaubar: Rund sechs Prozent der Briefzustellungen verzögern sich.

26. Mai 2015

Das Bonner Amtsgericht weist eine Klage von Verdi zurück. Die Gewerkschaft hatte durchsetzen wollen, dass die Post keine Beamten als Streikbrecher einsetzen darf.

27. Mai 2015

Vor den Toren der Frankfurter Jahrhunderthalle, wo sich an jenem Tag die Aktionäre zur Hauptversammlung treffen, demonstrieren Tausende Verdi-Mitglieder, angeführt von Gewerkschaftschef Frank Bsirske, gegen die Tarifpolitik der Deutschen Post.

2. Juni 2015

Im Anschluss an die sechste Verhandlungsrunde unterbreitet Verdi das Angebot, beim neuen Tarifvertrag mit einer Laufzeit von 27 Monaten im ersten Jahr auf eine lineare Gehaltserhöhung zu verzichten. Eine Einmalzahlung von 500 Euro soll vorerst ausreichen. Im Gegenzug fordert die Gewerkschaft aber, die Delivery-Gesellschaften dem Haustarifvertrag zu unterstellen, was sie faktisch überflüssig machen würde. Die gesetzte Antwortfrist lässt der Post-Vorstand verstreichen.

8. Juni 2015

Verdi ruft zu unbefristeten Streiks auf.

5. Juli 2015

Die Gewerkschaft Verdi und die Deutsche Post einigen sich auf einen Tarifabschluss. Der soll in der Nacht von Montag (6.7) auf Dienstag (7.7.) in Kraft treten.

„Diese Einigung ist sehr positiv, weil die Deutsche Post ihr Hauptanliegen mit den neuen Firmen durchgebracht hat“, urteilte Equinet-Analyst Jochen Rothenbacher.

Kommentare (3)

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Herr walter rehm

06.07.2015, 15:37 Uhr

...ich bin auch einsame Spitze...

Herr walter rehm

07.07.2015, 11:14 Uhr

...auch heute bin ich wieder spitz....

Account gelöscht!

07.07.2015, 13:34 Uhr

Ich bin Dauerspitz

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