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19.01.2009

22:35 Uhr

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag nach einem vielversprechenden Beginn stetig an Schwung verloren. Am Nachmittag drehte der Markt im Einklang mit den meisten europäischen Börsen ins negative Terrain; bei Börsenschluss resultierten schließlich breite Verluste, wenn auch über dem Tagestiefstand.

Im Handel wurde bei den Abgaben auf die sehr schwache Performance der Finanzwerte verwiesen, die unter den neusten negativen Nachrichten und dem dadurch eingetrübten Branchensentiment litten. Zudem fehlten auch die Vorgaben aus den USA; dort fand wegen des Feiertags "Martin Luther King Day" kein Aktienhandel statt.

Bei Börsenschluss um 17.30 Uhr verlor der SMI um 54,17 Punkte oder 1,00 Prozent auf 5 381,37 Zähler; das Tagestief lag bei 5 318,73 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte SLI sank um 1,80 Prozent auf 754,90 Punkte, der breite Swiss Performance Index (SPI ) um 0,94 Prozent auf 4 445,22 Stellen.

Mit den größten Verlusten lasteten am Berichtstag die Finanzwerte auf dem Geschehen. Händlern zufolge wurde das Sentiment durch das erneute Bankenrettungsprogramm in Großbritannien und die Ausweitung der Regierungsbeteiligung an der Royal Bank of Scotland getrübt.

Die rote Laterne hielten im SMI /SLI bei Handelsschluss Swiss Re (-10,0 Prozent auf 41,68 Franken), dicht gefolgt von Swiss Life (-8,5 Prozent auf 64,55 Franken), ZFS (-6,7 Prozent auf 210,50 Franken), Credit Suisse (-6,7 Prozent auf 25,20 Franken) und UBS (-5,5 Prozent auf 12,60 Franken). Baloise (-4,9 Prozent auf 72,30 Franken) und Julius Bär (-4,6 Prozent auf 40,04 Franken) hielten sich kaum besser.

Unter Druck standen auch Richemont (-3,9 Prozent auf 16,89 Franken). Der Luxusgüterkonzern hatte für das zurückliegende dritte Quartal des Fiskaljahres 2008/09 überraschend einen Umsatzrückgang gemeldet; die Konsensschätzungen des Marktes wurden dabei klar verfehlt. Die Firmenverantwortlichen gaben sich auch wenig optimistisch und sprachen von den härtesten Marktbedingungen in der Geschichte des Unternehmens. Swatch gaben im Sog von Richemont 4,0 Prozent auf 121,00 Franken nach.

Weiter abwärts ging es auch mit Nobel Biocare (-1,4 Prozent auf 18,74 Franken) und die im SPI notierten Papiere der Konkurrentin Straumann (-0,1 Prozent). Straumann litten im Nachgang zur Gewinnwarnung von vergangenem Freitag unter Rating- und Kurszielsenkungen verschiedener Analysten, reduzierten bis Börsenschluss aber ihre früheren Verluste beinahe vollständig.

Auch Syngenta (-1,8 Prozent auf 213,00 Franken) schlossen mit überdurchschnittlichen Abgaben. Am Markt wurden die Verluste auf negative Aussagen des deutschen Chemiekonzerns BASF zum Geschäftsverlauf im Dezember und in den ersten Januar-Wochen zurückgeführt.

Auf der Gegenseite positionierten sich Actelion (+3,5 Prozent auf 64,50 Franken), Synthes (+2,7 Prozent auf 138,60 Franken) oder SGS (+1,7 Prozent auf 1 189 Franken) mit den größten Aufschlägen im SMI/SLI.

Die defensiven Roche (+1,7 Prozent auf 170,00 Franken), Novartis (+0,6 Prozent auf 53,35 Franken) und Nestle (+0,2 Prozent auf 40,86 Franken) gaben bis Börsenschluss einen Teil ihrer anfänglichen Kursaufschläge preis. Die Titel hätten zeitweise deutlich von einer Rückbesinnung auf defensive Titel profitiert, sagte ein Händler.

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