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03.01.2011

18:22 Uhr

Aktien Europa

Deutliches Plus - Mittelzuflüsse treiben an

Die wichtigsten europäischen Aktienindizes sind am Montag mit kräftigen Gewinnen in das neue Jahr gestartet. Der Eurostoxx 50 gewann 1,67 Prozent auf 2 839,43 Punkte, nachdem er das Vorjahr insgesamt mit einem Abschlag von fast sechs Prozent beendet hatte.

HB PARIS/LONDON. Die wichtigsten europäischen Aktienindizes sind am Montag mit kräftigen Gewinnen in das neue Jahr gestartet. Der Eurostoxx 50 gewann 1,67 Prozent auf 2 839,43 Punkte, nachdem er das Vorjahr insgesamt mit einem Abschlag von fast sechs Prozent beendet hatte. In Paris sprang der CAC-40-Index gar um 2,53 Prozent an auf 3 900,86 Punkte. In London fand dagegen feiertagsbedingt noch kein Handel statt, was sich europaweit bei den Handelsumsätzen bemerkbar machte.

Marktbeobachter sprachen von frischen Mittelzuflüssen bei Vermögensverwaltern, die meist zu Jahresbeginn für positive Stimmung und steigende Kurse sorgten. Diese Impulse dürften sich noch einige Tage auswirken, bis die Bewertung des Wirtschaftsumfelds wieder die Oberhand gewinne, hieß es. Freundlich aufgenommen wurde auch der leicht gesunkene Einkaufsmanagerindex Chinas, der etwas Druck mit Blick auf eine weitere Straffung der Geldpolitik genommen habe. Zudem hatte sich die Stimmung in der Euroraum-Industrie im Dezember etwas stärker aufgehellt als zunächst ermittelt

Europaweit besonders gefragt waren die Papiere des Automobilsektors, dessen Branchenindex nach dem jüngsten Rücksetzer wieder in Richtung seines jüngst erreichten Dreijahres-Hochs marschierte. Im Eurostoxx gehörten BMW-Aktien mit einem Zuwachs von 4,42 Prozent auf 61,45 Euro einmal mehr zu den Favoriten. In Paris gewannen Peugeot-Anteile 3,38 Prozent auf 29,37 Euro.

In Mailand lagen die fortan getrennt gelisteten Papiere des PKW- und Nutzfahrzeug-Geschäfts von Fiat ebenfalls rechnerisch im Plus. Die Anteile des PKW-Segments von Fiat kosteten 7,0 250 Euro und die Anteile des LKW- und Traktorengeschäfts der Fiat Industrial notierten zu Börsenschluss bei genau 9,0 000 Euro. Am Donnerstag waren die gemeinsamen Konzernanteile noch mit 15,4 300 Euro aus dem Handel gegangen.

Verlierer gab es im europäischen Leitindex Eurostoxx 50 nur zwei: Die Anteilsscheine des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer verloren 0,78 Prozent und die des spanischen Versorgers Iberdrola 0,10 Prozent. Der Rohstoffsektor gab als schwächste Branche um minimale 0,06 Prozent nach.

Außerhalb der großen Indizes schnellten die Papiere des französischen Medienkonzerns Lagardere um 9,37 Prozent auf 33,72 Euro in die Höhe. Das Unternehmen ist in exklusiven Verhandlungen mit dem US-Branchenkollegen Hearst Corp über den Verkauf seiner internationale Presse- und Magazinsparte eingetreten. Der in der Presse kolportierte Verkaufspreis läge deutlich über seiner Schätzung, schrieb Analyst Eric Ravary von der Frankfurter Investmentbank Equinet. Da Preis und Zeitpunkt der Transaktion noch unklar seien, halte er vorerst an seiner "Hold"-Einschätzung für die Papiere von Lagardere fest.

In Helsinki stiegen die Papiere von Nokia um 3,55 Prozent auf 8,015 Euro. Das Researchhaus Inderes hatte dem neuen Handy "N8" lebhafte Umsätze prophezeit. Mit diesem Modell hoffen die Finnen, ihren Marktanteil bei den Smartphone steigern zu können.

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