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05.01.2011

18:22 Uhr

HB PARIA/LONDON. Die wichtigsten europäischen Leitindizes haben sich am Mittwoch uneinheitlich aus dem Handel verabschiedet. Ein schwächerer Euro und fallende Rohstoffpreise hatten die Anleger lange Zeit zum Rückzug bewegt, bevor am Nachmittag gute US-Konjunkturdaten zur Entspannung beitrugen und die Indizes ihre Verluste reduzierten. Der Eurostoxx 50 fiel am Ende noch um 0,37 Prozent auf 2 833,74 Punkte und der CAC-40-Index gab in Paris um 0,29 Prozent auf 3 904,61 Punkte nach. Einzig in London drehte der Ftse 100 nach den US-Daten mit 0,50 Prozent ins Plus auf 6 043,86 Punkte und knüpfte somit an seine Gewinne vom Vortag an.

Kapitalmarktexperte Fidel Helmer von Hauck & Aufhäuser sah den im Vergleich zum Vortag schwachen Euro als Belastungsfaktor für die Aktienmärkte an, wollte dies angesichts geringer Umsätze aber nicht überbewerten. Eine anfangs noch als unsicher geltende Auktion portugiesischer Staatsanleihen war indes auf eine solide Nachfrage gestoßen. Beim Begrenzen der Verluste waren am Nachmittag vor allem positive Konjunkturdaten aus den USA hilfreich: Sowohl die Stimmung unter den US-Einkaufsmanagern im Dienstleistungssektor als auch die vom Arbeitsmarkt-Dienstleister ADP vorgelegte Zahl der US-Beschäftigten wussten positiv zu überraschen.

Europaweit standen Bauwerte besonders unter Druck. Die Aktien des irischen Baustoffherstellers CRH sackten am Ende vom Eurostoxx um 4,52 Prozent auf 14,4 935 Euro ab. Lafarge gehörten in Paris mit einem Abschlag von 1,64 Prozent auf 47,625 Euro ebenfalls zu den größten Verlierern. Börsianer machten dafür Sorgen um Ausgabenkürzungen in den USA verantwortlich. Der designierte Präsident des neuen US-Kongress, John Boehner, hatte radikale Sparmaßnahmen angekündigt, mit denen die Staatsausgaben um bis zu 100 Mrd. Dollar (75 Mrd. Euro) pro Jahr gekürzt werden sollen.

Chemietitel litten unter Sorgen um eine sinkende Nachfrage, was die Anleger laut Händlern zu Gewinnmitnahmen verleitete. Im deutschen Leitindex Dax verloren die jüngst kräftig gestiegenen Aktien von BASF 1,55 Prozent auf 57,89 Euro. Air Liquide sanken zusätzlich belastet durch Gerüchte um eine Prognosesenkung um 0,84 Prozent auf 95,00 Euro.

In London fielen die Minenwerte angesichts gesunkener Edelmetallnotierungen trotz des ins Plus gedrehten Ftse 100 bis zum Ende mit kräftigen Verlusten auf. Die Bergbautitel von Antofagasta rutschten als schwächster Wert um 2,22 Prozent auf 1,581,80 Pence ab und auch Anglo American oder Kazakhmys gaben deutlich nach.

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