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18.01.2011

20:12 Uhr

Aktien Osteuropa

Deutliche Gewinne in Prag, Budapest und Warschau

Die osteuropäischen Börsen haben am Dienstag in einem freundlichen europäischen Umfeld deutliche Kursgewinne verzeichnet. Händler verwiesen zur Begründung der aufgehellten Anlegerstimmung auf positive Konjunkturdaten aus Deutschland.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die osteuropäischen Börsen haben am Dienstag in einem freundlichen europäischen Umfeld deutliche Kursgewinne verzeichnet. Händler verwiesen zur Begründung der aufgehellten Anlegerstimmung auf positive Konjunkturdaten aus Deutschland. Das ZEW-Barometer für die Konjunkturerwartungen von Anlegern und Analysten in den kommenden sechs Monaten stieg im Januar überraschend deutlich um 11,1 auf 15,4 Punkte.

Der Warschauer Wig-20 legte um 2,72 Prozent auf 2 794,58 Punkte zu. Damit erreichte der Index den höchsten Stand seit Juni 2008. Der breiter gefasste Wig-Index stieg um 1,93 Prozent auf 48 371,02 Punkte. Das Handelsvolumen belief sich auf 1,17 (Vortag: 0,65) Mrd. Zloty.

Vor allem Bankenwerte profitierten von der aufgehellten Stimmung in Europa. In Warschau konnten die schwer gewichteten Aktien der PKO Bank um 3,87 Prozent auf 42,9 Zloty und jene der Bank Pekao um 2,06 Prozent auf 173,5 Zloty zulegen.

Die BRE Bank hat bekannt gegeben, sich mehr auf Autokredite spezialisieren zu wollen. Das Kreditinstitut plant, im Jahr 2 011 300 Mill. Zloty an Darlehen für Autokäufe bereitzustellen. Die Analysten von KBC Securities sehen den Strategiewechsel kritisch. Sie erwarten nicht, dass die BRE Bank zu einem großen Mitspieler am Autokreditmarkt werde, so die Experten. Aktien der BRE Bank schlossen dennoch um 4,12 Prozent fester bei 303 Zloty.

In den Fokus rückten die Anteilsscheine des Gaskonzerns Pgnig, die um 2,02 Prozent auf 3,53 Zloty stiegen. Der Konzern hat seine vorläufigen Produktionsdaten für das vierte Quartal 2010 ausgewiesen und Gasverkäufe im Volumen von 4,4 Mrd. Kubikmeter verzeichnet. Den Wertpapieranalysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) zufolge sind die Zahlen im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Sie haben ihre Ergebnisschätzungen unverändert belassen.

Der größte polnische Versorger PGE trennt sich aktuell von seinen Beteiligungen an Autostrada Wielkopolska. So berichteten Tageszeitungen, dass PGE seine 20 Prozent am Autobahnbetreiber an andere Anteilsbesitzer angeboten habe. Des weiteren will PGE seine Autostrada-Anleihen verkaufen, die das Unternehmen im Jahr 2000 erstanden hatte. PGE kletterten um 2,37 Prozent auf 23,34 Zloty.

In Prag gewann der Leitindex PX 1,72 Prozent auf 1 276,3 Punkte und schloss damit auf dem höchsten Stand seit mehr als acht Monaten. Das Handelsvolumen betrug 2,26 (Vortag: 1,49) Mrd. tschechische Kronen.

In der Tschechischen Republik wurden von Konjunkturseite die Erzeugerpreise für Dezember publiziert. Sie legten gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent zu, nachdem vor allem die Ölpreise in den vergangenen Wochen deutlich angezogen hatten. Analysten zeigten sich von den Daten überrascht,. Sie hatten lediglich mit einem Preisanstieg von 0,6 Prozent gerechnet.

Die Aktien des Minenkonzerns New World Resources (NWR) rückten um 0,17 Prozent auf 300 Kronen vor. Die Wertpapierexperten der US-Großbank Morgan Stanley hatten das Kursziel für den auch an der Londoner Börse notierten Konzern um 23 Prozent auf 1 050 britische Pence erhöht.

Im freundlichen europäischen Umfeld für Bankenwerte verteuerten sich Erste Group Bank um 3,59 Prozent auf 889 Kronen. Die Aktien der Branchenkollegin Komercni Banka gaben indessen um 0,80 Prozent auf 4 474 Kronen nach.

Zu den Verlierern zählten auch die Titel des Ölkonzerns Unipetrol , die 0,72 Prozent auf 194 Kronen abgaben. Die Raffinerie der Unipetrol-Tochter Paramo soll einen Monat früher als geplant geschlossen werden. Die Wartungsarbeiten dürften am 25. März beendet werden, Kunden sollen von der Schließung nicht betroffen sein.

An der Budapester Börse kletterte der ungarische Leitindex Bux um 2,17 Prozent auf 22 840,49 Zähler. Das Handelsvolumen betrug 21,15 (Vortag: 6,43) Mrd. Forint. Die Nachrichtenlage blieb indes sehr ruhig.

Die Index-Schwergewichte verzeichneten einheitlich deutliche Kursgewinne. So kletterten vor allem die Bankenwerte der OTP Bank mit einem Plus von 4,39 Prozent auf 5 610 Forint deutlich an. Aktien der Magyar Olay es Gazipari (Mol) gewannen 0,98 Prozent auf 22 205 Forint und Richter Gedeon legten um 1,19 Prozent auf 43 300 Forint zu. Magyar Telekom gingen mit einem Aufschlag von 1,66 Prozent bei 552 Forint aus dem Handel.

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