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18.01.2011

19:12 Uhr

Aktien Zürich

SMI setzt Aufwärtstrend fort

Der schweizerische Aktienmarkt hat am Dienstag erneut höher geschlossen und somit den Aufwärtstrend vom Montag bestätigt. Nachdem der Handel zu Wochenbeginn vom Kursanstieg bei Roche geprägt war, legten am Dienstag die Aktien der beiden Großbanken und konjunktursensitive Titel zu.

dpa-afx ZÜRICH. Der schweizerische Aktienmarkt hat am Dienstag erneut höher geschlossen und somit den Aufwärtstrend vom Montag bestätigt. Nachdem der Handel zu Wochenbeginn vom Kursanstieg bei Roche geprägt war, legten am Dienstag die Aktien der beiden Großbanken und konjunktursensitive Titel zu. Der SMI erhielt zudem vom Schwergewicht Nestle kräftige Unterstützung.

Die Unternehmen seien insgesamt gut in die Berichtssaison gestartet, meinten Händler. Dies verleihe den Aktien im neuen Jahr weiteren Auftrieb, nachdem sich der Markt bereits im Dezember stark erholt habe. Es mache sich im Markt Zuversicht breit, dass der SMI aus seinem Seitwärtstrend nach oben ausbreche könne, hieß es.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss mit einem Plus von 0,86 Prozent auf 6 634,93 Punkten und der breite Swiss Performance Index (SPI ) legte um 0,71 Prozent auf 5 944,79 Punkte zu. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI ) stieg um 0,67 Prozent auf 1 056,34 Punkte.

Der Handel wurde von den Großbanken geprägt: UBS (+1,2 Prozent) und Credit Suisse (+1,0 Prozent) starteten gut in den Tag und bauten die Gewinne bis zur Halbzeit deutlich aus. Die Absichtserklärung der Finanzminister der Eurozone zur Nachbesserung des Euro-Rettungsschirmes sowie die schwindende Sorge vor Zinserhöhungen hatten die Kurse europäischer Banken in die Höhe getrieben. Am Nachmittag wurde dann aber der Sektor von enttäuschenden Zahlen der US-Bank Citigroup etwas gebremst.

Julius Bär (-1,2 Prozent) rutschten im Anschluss daran sogar in die Verlustzone ab. Die Titel des Vermögensverwalters litten außerdem weiter unter der Meldung vom Montag, dass Ex-Mitarbeiter Rudolf Elmer der Enthüllungsplattform Wikileaks Kundendaten zukommen ließ.

Unter den Versicherungen vermochten nur ZFS (+1,1 Prozent) zu überzeugen. Swiss Life Holding gewannen 0,5 Prozent dazu. Der Lebensversicherer hatte von der Nationale Suisse (Aktie unv.) das Kollektivleben-Geschäft gekauft. Zudem schlossen die beiden Versicherungsunternehmen eine Vertriebskooperation ab. Dies sei vor allem für Nationale ein strategisch wichtiger Entscheid, meinten Analysten.

Tagessieger am schweizerischen Markt waren die Papiere der Raffineriebetreiberin Petroplus, die mit plus 5,3 Prozent stark zulegen konnten. Damit verzeichnen Petroplus seit Jahresbeginn bereits einen Anstieg von knapp 19 Prozent. Transocean , die am Dienstag 2,0 Prozent dazu gewannen, weisen für dieselbe Periode sogar eine positive Performance von fast 22 Prozent aus.

Auch Logitech (+2,1 Prozent) waren am Dienstag weit vorne im Kurstableau der Blue Chips zu finden. In einer Sektorstudie zum Technologiewerten hatte Goldman Sachs die Aktien auf "Neutral" von bisher "Sell" hochgestuft. In der Studie hatten sich die Analysten auch noch zu Austriamicrosystems (+0,7 Prozent), Kudelski (+1,2 Prozent), Micronas (-2,6 Prozent) und u-blox (-2,8 Prozent) geäußert, deren Papiere sich an der Börse uneinheitlich entwickelten.

Bei den Index-Schwergewichten stützten Nestle mit +1,5 Prozent den Gesamtmarkt. Novartis (+0,5 Prozent) und Roche (+0,2 Prozent) lagen im Mittelfeld.

Kurseinbußen mussten etwa Kühne + Nagel (-1,5 Prozent) nach einer Abstufung durch Morgan Stanley hinnehmen. Im Luxusgütersegment, das insbesondere im vergangenen Jahr zulegen konnte, wurden bei Richemont (-0,8 Prozent) und Swatch Group (-0,6 Prozent) wie bereits am Vortag Gewinne mitgenommen.

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