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18.01.2007

18:42 Uhr

Aktienhandel Frankfurt

Bernanke drückt den Dax ins Minus

Warnungen von US-Notenbankpräsident Ben Bernanke vor den Risiken des enormen US-Haushaltsdefizits haben den Anleger am deutschen Aktienmarkt die Kauflaune verdorben. Der Dax gab nach den Äußerungen von Bernanke seine Tagesgewinne ab.

Fed-Chef Ben Bernanke. Foto: ap

Fed-Chef Ben Bernanke. Foto: ap

HB FRANKFURT. Der Leitindex beendete den Handel am Donnerstag 0,2 Prozent im Minus bei 6 689,62 Punkten. Zuvor war der Leitindex bis auf 6 737 Zähler gestiegen. Auch an den anderen Aktienbörsen in Europa und den USA gaben die Kurse nach. „Die Aussagen Bernankes verunsichern die Anleger“, sagte ein Händler.

Der Chef der US-Notenbank Fed fordert den US-Kongress angesichts der Alterung der Bevölkerung zur Reduzierung des US-Haushaltsdefizits auf. Sollte dies nicht geschehen, drohe ernsthafter wirtschaftlicher Schaden, sagte Bernanke bei seiner Anhörung vor dem Senat. „Leider wird Wirtschaftswachstum allein das Problem der Haushaltsdefizite wahrscheinlich nicht lösen“, so Bernanke. Zuvor hatten US-Daten zu den Verbraucherpreisen sowie zum Arbeits- und Immobilienmarkt den deutschen Aktienmarkt gestützt.

Befürchtungen über hohe Kosten einer geplanten Komplettübernahme zweier Töchter drückten die Aktien der Allianz 1,9 Prozent ins Minus. „Das ist sicherlich ein sinnvoller Schritt“, kommentierte MM-Warburg-Analyst Ralf Dibbern die Entscheidung der Allianz, die beiden Töchter AGF und Lebensversicherungs-AG für insgesamt 10,5 Milliarden Euro komplett zu übernehmen. Seiner Einschätzung nach wird die vollständige Integration zu Synergien führen. Einige Börsianer fürchteten jedoch, dass die Allianz beim Preis nachlegen muss. Die Analysten von Merrill Lynch beschrieben den Bonus als knausrig. Sie räumten aber ein, dass der AGF-Aktienkurs schon in Erwartung eines Allianz-Angebotes seit einiger Zeit stark gestiegen ist. „Die Allianz hat jetzt das Wasser getestet und einige Investoren glauben, dass sie beim Preis noch nachlegen müssen“, sagte ein Händler.

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