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26.01.2007

18:59 Uhr

Aktienhandel Frankfurt

Dax: Anleger machen Kasse

Im Vorfeld neuer Bilanzdaten in der nächsten Woche haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Freitag Kasse gemacht. Der Dax fiel um 0,4 Prozent auf 6690 Punkte und verlor damit im Wochenvergleich 0,8 Prozent. Gewinnmitnahmen drückten den MDax um 0,8 Prozent auf 9642 Punkte. Spekulationen auf eine Zerschlagung des Konzerns verhalfen den Aktien der Metro ungeachtet eines Dementis von Aufsichtsratschef Eckhard Cordes zu einem Plus von 2,5 Prozent.

Händler an der Frankfurter Börse. Foto: dpa Quelle: dpa

Händler an der Frankfurter Börse. Foto: dpa

HB FRANKFURT. Die in dieser Woche vorgelegten Zwischenberichte gaben Börsianern zufolge dem Markt noch keinen eindeutigen Hinweis auf die weitere Entwicklung der Unternehmensgewinne. „Derzeit gibt es einen Kampf zwischen den optimistischen Bullen und den pessimistische Bären“, sagte ein Händler. Siemens und SAP hätten in dieser Woche das gemischte Bild treffend widergegeben: Siemens habe überzeugt, während SAP enttäuschte.

In der nächsten Woche wird unter anderem die Deutsche Bank ihren Zwischenbericht veröffentlichen. Am Freitag standen die Aktien der Metro im Rampenlicht. Die Titel des Einzelhandelskonzerns, zu dem die Kaufhof-Kette zählt, gewannen 2,5 Prozent auf 53,50 Euro und führten damit die Gewinnerliste im Dax an.

Händler begründeten das Kaufinteresse der Anleger mit Spekulationen auf eine Aufspaltung des Konzerns, die durch einen Artikel in der Lebensmittelzeitung ausgelöst wurden. Metro-Aufsichtsratschef Cordes beteuerte am Rande des Weltwirtschaftsforum in Davos, die Großaktionäre wollten auch langfristig bei der Metro engagiert bleiben. „Ich bin mir trotz des Dementis sicher, dass bei Metro was im Busch ist“, erklärte ein Händler die Kursbewegung.

Als zweitbester Dax-Wert empfahlen sich nach dem Kursrutsch vom Vortag Lufthansa mit einem Plus von knapp zwei Prozent. Analysten bekräftigten ihre Kaufempfehlung, obwohl die Fluggesellschaft für das Passagiergeschäft im laufenden Jahr niedrigere Wachstumsraten angekündigt hatte.

BMW-Aktien verteuerten sich um 1,2 Prozent und profitierten damit von einem fünf-prozentigen Anstieg des Umsatzes des Autobauers 2006 und dessen Ausblick auf das laufende Jahr. Die Porsche-Aktien, die in keinem Index gelistet sind, gerieten dagegen trotz einer Verfünffachung des Porsche-Gewinns im ersten Halbjahr 2006/07 unter Druck und verloren 1,8 Prozent auf 991,59 Euro.

Infineon-Aktien - der Chiphersteller legt am Montag seinen Zwischenbericht vor - stiegen um knapp ein Prozent. Die Siemens-Aktien wurden am Tag nach der Hauptversammlung exDividende von 1,45 Euro gehandelt und schlossen mit 81,00 Euro um 1,9 Prozent niedriger. Per saldo haben die Siemens-Aktien, die in den vergangenen Jahren im Dax zu den Mauerblümchen zählten, diese Woche aber einen Sprung nach oben gemacht: Fast vier Prozent hat die Aktie dazugewonnen, was Händler vor allem auf die Geschäftszahlen und Neuigkeiten zum Konzernumbau zurückführten

Die SAP-Aktien gaben dagegen auch am Freitag nach und verloren ein Prozent, womit sich das Wochenminus auf fast sechs Prozent belief. Der Hersteller von Unternehmenssoftware hatte die Anleger in dieser Woche mit seinem Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr bitter enttäuscht.

Gewinnmitnahmen drückten die Aktien der Deutschen Börse 2,3 Prozent ins Minus. Die sich abzeichnende Kooperation der New York Stock Exchange (Nyse) mit der Tokioter Börse setzte die Aktien des Frankfurter Börsenbetreibers unter Druck, sagten Händler.

Mit einem verhaltenen Ausblick schockte der IT-Vermieter Grenke Leasing die Anleger. Die im Kleinwerteindex SDax gelisteten Aktien setzten die am Vortag begonnene Talfahrt fort und brachen um 12,4 Prozent auf 34,16 Euro ein.

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