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28.01.2008

18:39 Uhr

Aktienhandel Frankfurt

Dax dreht leicht ins Plus

Nach einer Berg- und Talfahrt ist der Dax am Montag mit einem leichten Plus aus dem Handel gegangen. Kurz vor Handelsschluss in Europa hatte ein Stimmungsumschwung an der New Yorker Wall Street für Belebung an der Frankfurter Börse gesorgt. MDax Und TecDax verharrten allerdings im Minus.

Quelle: Handelsblatt

HB FRANKFURT. Die Nervosität an den Aktienmärkten hat sich auch zu Wochenbeginn nicht gelegt. Kurz vor Handelsschluss in Europa sorgten Spekulationen auf weitere Zinssenkungen in den USA für einen Stimmungsumschwung an der New Yorker Wall Street. Daraufhin zogen auch die Aktienkurse in Frankfurt an. Der Dax, der zeitweise um zwei Prozent gefallen war, schloss am Montag mit einem Plus von 0,03 Prozent bei 6818,85 Punkte. MDax und TecDax verharrten im Minus, reduzierten aber ihre Verluste: Der Index der mittelgroßen Werte ging mit einem Abschlag von 1,69 Prozent auf 8499,21 Zähler aus dem Handel. Das Technologiewertebarometer verlor 1,11 Prozent auf 775,36 Punkte.

Am Nachmittag hatten enttäuschende US-Immobiliendaten noch die Rezessionsängste geschürt und den Leitindex unter 6700 Punkte gedrückt. "Wir folgen hier wie die Schafe der Wall Street - egal wohin", spottete ein Händler.

Vor der US-Zinsentscheidung am Mittwoch und einigen wichtigen Konjunkturdaten aus der weltgrößten Volkswirtschaft sei der Markt sehr nervös, erklärten Händler das Auf und Ab. Im Fokus stand die Frage, ob die US-Notenbank nach der Zinssenkung der vergangenen Woche die Geldpolitik weiter lockert, und wie dies bei den Anlegern ankommt. "Selbst, wenn die Fed die Zinsen erneut senkt, würde das am Aktienmarkt nicht zwangsläufig die Stimmung verbessern", warnte ein Händler. "Schließlich kann man diesen Schritt auch als Eingeständnis deuten, dass die Lage noch viel schlimmer ist als bislang gedacht."

Die rote Laterne im Dax übernahm die Postbank mit einem Kursabschlag von rund drei Prozent auf 53,58 Euro. "Ich denke da werden Übernahmespekulationen abgebaut", mutmaßte ein Händler. Zuletzt hatten Gerüchte, die Postbank suche einen Kooperationspartner, die Aktien angetrieben. Zudem zählten ThyssenKrupp mit einem Minus von 1,8 Prozent auf 32,36 Euro zu den Schlusslichtern.

"Enttäuschende Zahlen von Nippon Steel sind der Grund für den Einbruch bei Thyssen und Salzgitter", begründete Analyst Michael Broeker vom Brokerhaus Steubing den Kursrückgang. Nippon Steel - weltweit zweitgrößter Stahl-Hersteller - hatte wegen gestiegenen Rohstoff-Kosten einen überraschenden Rückgang des Quartalsgewinns bekanntgegeben. Die im Nebenwerte-Index MDax gelisteten Salzgitter-Papiere verloren 2,6 Prozent.

Zu den Gewinnern zählten dagegen die Versicherer. Allianz legten 1,8 Prozent auf 123,78 Euro zu, was Händler mit Gerüchten über ein angebliches Interesse des Versicherers am Verkauf der Tochter Dresdner Bank begründeten. "Es gibt Gerüchte, dass die Allianz den Verkauf der Dresdner Bank vorbereitet - entweder ganz oder in Teilen", sagte ein Händler. Ein Allianz-Sprecher dementierte. Die Dresdner Bank sei integraler Bestandteil des Geschäftsmodells der Allianz.

Die Aktien der Münchener Rück legten 1,4 Prozent auf 113,98 Euro zu, nachdem Konzernchef Nikolaus von Bomhard in einem Zeitungsinterview versichert hatte, Belastungen durch Kreditausfall-Versicherungen wie beim Konkurrenten Swiss Re gebe es nicht. Die Münchener seien in diesem Bereich nicht aktiv.

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