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25.01.2007

18:13 Uhr

Aktienhandel Frankfurt

Dax schließt nach US-Konjunkturdaten mit Verlusten

Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag nach US-Konjunkturzahlen mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Börsianer verwiesen darauf, dass die Verkäufe bestehender Häuser im Dezember stärker gefallen sind als erwartet. Der Leitindex Dax schloss nach einem uneinheitlichen Verlauf mit minus 0,43 Prozent auf 6 719,58 Punkte.

Blick auf die Dax-Tafel auf dem Frankfurter Parkett. Foto: dpa

Blick auf die Dax-Tafel auf dem Frankfurter Parkett. Foto: dpa

HB FRANKFURT/M. Der MDax gab um 0,12 Prozent auf 9 717,85 Punkte nach. Der TecDax verlor 0,14 Prozent auf 804,45 Punkte. „Wir hängen derzeit hier in Deutschland extrem von der Entwicklung an den amerikanischen Börsen ab“, sagte Aktienhändler Fidel Helmer von Hauck & Aufhäuser. „Zwar reagieren wir auf Konjunkturdaten und nehmen auch Unternehmensmeldungen wahr, aber die USA geben den Takt vor.“

Angetrieben von überraschend starken Zahlen und dem geplanten Börsengang der Automobilzuliefersparte VDO setzte sich die Siemens- Aktie mit einem Plus von 5,95 Prozent auf 82,60 Euro an die Dax- Spitze - bei einem Stand von 83,32 Euro hatte das Papier im Verlauf den höchsten Stand seit Juni 2001 erreicht. Am Markt waren die Zahlen auf durchweg positive Resonanz gestoßen. Aktien des Zulieferers Continental, der nach eigenen Angaben Interesse an VDO hat, fielen um 1,55 Prozent auf 91,95 Euro.

Lufthansa-Aktien rutschten mit minus 5,64 Prozent auf 20,76 Euro ab und damit ans Dax-Ende. Die Fluggesellschaft erwartet im laufenden Geschäftsjahr keine signifikante Steigerung der Durchschnittserlöse im Passagiergeschäft und setzt stattdessen auf Kostensenkungen. Bayer-Titel verbilligten sich nach negativen Nachrichten um 2,33 Prozent auf 43,19 Euro. Der Pharma- und Chemiekonzern wird drei laufende klinische Studien zur Sicherheit und Wirksamkeit seines Blut stillenden Medikaments Trasylol nicht fortsetzen.

Hochtief-Aktien schlossen als MDax-Spitzenreiter mit plus 7,26 Prozent auf 61,89 Euro und damit auf einem Rekordhoch. Die australische Macquarie-Bank will einem Pressebericht zufolge die größte deutsche Baugesellschaft kaufen und zerschlagen. Wie das „Manager Magazin“ in seiner Februar-Ausgabe (26. Januar) berichtet, sondierten die Australier derzeit den Markt nach Käufern für Teile des Branchenführers.

Im TecDax stiegen die Papiere von AT&S nach der Bilanzvorlage um 1,44 Prozent auf 19,03 Euro. Die Quartalszahlen des europäischen Leiterplattenherstellers enthielten laut Händlern wenig Neues - allerdings auch keine weitere negative Überraschung. Dies sei wohl der Grund für das Kursplus.

Der EuroStoxx 50 verlor 0,28 Prozent auf 4 175,70 Zähler, hatte im Tagesverlauf aber den höchsten Stand seit Juli 2001 erreicht. Für die Pariser Börse ging es ebenso wie für die Börse in London nach unten. In den USA lag der Leitindex Dow Jones zum europäischen Börsenschluss leicht in der Verlustzone.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 4,04 (Vortag: 4,05) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 116,15 Punkte. Der Bund Future verlor 0,27 Prozent auf 115,05 Zähler. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2978 (Mittwoch: 1,3005) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7705 (0,7689) Euro.

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