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30.01.2007

18:09 Uhr

Aktienhandel Frankfurt

Dax überspringt kurzzeitig 6800-Punkte-Marke

Mit den Index-Schwergewichten Siemens und Eon an der Spitze hat der Dax am Dienstag seinen Aufwärtstrend fortgesetzt und ein neues Sechs-Jahreshoch markiert: Kurzzeitig überwand der deutsche Leitindex die Marke von 6800 Punkten und kletterte bis auf 6801,27 Zähler. Bis zum Handelsschluss bröckelte der Indexstand aber wieder leicht ab. Am Ende schloss das Börsenbarometer 0,93 Prozent fester auf 6788,23 Punkten. Händler verwiesen auf positive Impulse von den US-Börsen.

Illustration: Handelsblatt.com

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HB FRANKFURT. Für den MDax ging es um 0,55 Prozent auf 9761,78 Punkte nach oben. Der TecDax stieg um 0,09 Prozent auf 809,56 Punkte. „Da sich die Märkte bis zum Abend auf hohem Niveau hielten, kann davon ausgegangen werden, dass die Reise nach oben noch einige Tage weiter gehen kann“, sagte der Leiter des Aktienhandels bei der Postbank, Ascan Iredi.

Viele Börsianer blieben jedoch skeptisch: „Es scheint, als erleben wir gerade eine Übertreibung nach oben“, sagte Händler Holger Pfeiffer von der Privatbank Sal. Oppenheim. Dass der Markt am Montag sogar eine Gewinnwarnung der Deutschen Telekom und den folgenden kräftigen Kursrutsch der T-Aktie fast ignoriert habe, spreche für eine baldige Korrektur. „Das sieht momentan alles viel zu gut aus. Der Braten riecht aber schon etwas“, sagte ein Händler einer Frankfurter Großbank.

Schlusslicht im Dax war am Dienstag die Aktie der Hypo Real Estate mit einem Abschlag von 2,7 Prozent auf 50,75 Euro, obwohl die Immobilienbank ihren Gewinn im vergangenen Jahr um mehr als ein Viertel gesteigert hat und eine deutlich höhere Dividende zahlen will. Die Jahresbilanz 2006 sei insgesamt positiv ausgefallen, hieß es am Markt. Einige Investoren hätten allerdings beim Ausblick auf das laufende Jahr etwas mehr erwartet. Auf dem Kurs lasteten Börsianern zufolge zudem eine Aktienplatzierung und Gewinnmitnahmen. „Die Aktie ist zuletzt sehr gut gelaufen“, sagte Analyst Andreas Pläsier von MM Warburg.

Papiere der Münchener Rück fielen um 1,2 Prozent auf 121,81 Euro. Der größte Rückversicherer der Welt hat den schärferen Wettbewerb bei den Neuverhandlungen über einen Großteil der Rückversicherungspolicen zu spüren bekommen. „Die Indikationen aus der Erneuerungsrunde schätzen wir als leicht enttäuschend gegenüber unserer bisherigen Erwartungshaltung ein“, urteilte HVB-Analyst Lucio Di Geronimo. Der Konzern zog zwar neue Verträge im Volumen von rund 850 Mill. Euro an Land, verabschiedete sich aber aus Bereichen, in denen er seine Preisvorstellungen nicht durchsetzen konnte.

Nach positiven Analystenkommentaren führten die Papiere von Siemens mit weitem Abstand die Dax-Gewinnerliste an. Die Aktien des Münchener Technologiekonzerns kletterten um mehr als fünf Prozent auf 85,50 Euro. Händlern zufolge empfahlen die Analysten der Investmentbank Merrill Lynch die Siemens-Anteilsscheine zum Kauf, UBS erhöhte das Kursziel für die Papiere auf 97 Euro. Ein millionenschwerer Kraftwerksauftrag aus den USA heizte den Run auf die Aktie noch an. Ein von Siemens Power Generation geführtes Konsortium einen Auftrag über die Lieferung von Schlüsselkomponenten für ein Kohlekraftwerk in den USA erhalten. Der Siemens-Anteil liegt bei über 405 Mill. Dollar.

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