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29.01.2007

18:18 Uhr

Aktienhandel Frankfurt

Telekom-Kursrutsch kann Dax nicht bremsen

Ungeachtet einer neuerlichen Gewinnwarnung der Telekom und eines Kurseinbruchs bei dem Index-Schwergewicht hat der Dax am Montag zugelegt. Viele Börsianer trauen dem deutschen Leitindex in dieser Woche noch große Taten zu.

Deutsche Börse, Frankfurt.

Deutsche Börse, Frankfurt.

HB FRANKFURT. Das deutsche Börsenbarometer stieg zu Wochenbeginn, auch beeinflusst von steigenden Kursen an der Wall Street, um 0,53 Prozent auf 6726 Punkte. „Es gibt immer noch viel Bargeld im Markt“, sagte Udo Becker vom Bankhaus Merck Finck. Viele Anleger warteten nur auf eine Gelegenheit, um in den Markt einzusteigen. Auch andere Börsianer verwiesen auf die positive Grundstimmung. „In den nächsten Tagen wird der Dax sicher Kurs auf 6800 Punkte nehmen.“

Das Thema Telekom dominierte die Diskussionen der Börsianer. „Diese Gewinnwarnung bekräftigt unsere zurückhaltende Einschätzung der Aktie“, schrieb WestLB-Analyst Stefan Borscheid in einem Kurzkommentar zum Telekom-Papier. Die T-Aktie brach zur Eröffnung um bis zu 6,5 Prozent ein, erholte sich dann aber etwas und lag zum Ende des elektronischen Handels noch 4,02 Prozent im Minus bei 13,60 Euro. Die Aktien der Branche standen europaweit unter Druck.

Die Telekom hatte am Sonntag ihre Prognose für den operativen Gewinn 2007 zum zweiten Mal binnen eines halben Jahres gesenkt. Sie begründete den Schritt mit dem harten Wettbewerb im Breitband- und Mobilfunkmarkt. Außerdem verfehlte der Bonner Konzern sein Umsatzziel von 61,5 Mrd. Euro für 2006 knapp.

Zu den Favoriten gehörten bei Anlegern dagegen Papiere der Allianz. Der Finanzkonzern senkte seinen Anteil an Karstadt-Quelle auf unter drei Prozent. Allianz verteuerten sich um 2,3 Prozent auf 151,17 Euro zu. MAN-Papiere profitierten von neuen Übernahmegerüchten und legten bis 3,4 Prozent zu. Händler sagten, es gebe zum wiederholten Male Spekulationen, der schwedische Konkurrent Volvo wolle die Münchener schlucken.

Gefragt waren auch Papiere von SAP, die auf bis zu 36,41 Euro anzogen. Börsianer sprachen von einer Reaktion auf die Verluste der vergangenen Woche. Die Aussicht auf rückläufige Gewinnmargen hatte die Aktie sieben Prozent ins Minus gedrückt. Einige Händler erwähnten zusätzlich Gerüchte um eine Übernahme des Walldorfer Softwarehauses durch den US-Konkurrenten Oracle. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Offerte sei aber extrem gering.

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