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13.04.2015

11:31 Uhr

Aktienhandel

Höhenflug an der Börse Hongkong

Der Aktienhandel in Hongkong befindet sich weiterhin im Höhenflug, davon profitiert nun auch der dortige Betreiber. Die Papiere der Hong Kong Exchanges & Clearing stiegen am Montag rasant an.

Angetrieben durch eine hohe Nachfrage von Investoren des chinesischen Festlands lag der Aktienumsatz der Hongkonger Börse in drei der vergangenen vier Handelstage bei mehr als 30 Milliarden Dollar. ap

Angetrieben durch eine hohe Nachfrage von Investoren des chinesischen Festlands lag der Aktienumsatz der Hongkonger Börse in drei der vergangenen vier Handelstage bei mehr als 30 Milliarden Dollar.

FrankfurtDank des florierenden Aktienhandels in Hongkong hat sich der Höhenflug des dortigen Börsenbetreibers am Montag beschleunigt. Die Papiere der Hong Kong Exchanges & Clearing (HKEx) stiegen um bis zu 20,5 Prozent auf ein Rekordhoch von 300 Hongkong-Dollar. Das ist der drittgrößte Tagesgewinn der Unternehmensgeschichte.

Das Kursplus der vergangenen beiden Wochen summiert sich damit auf mehr als 50 Prozent, so viel wie noch nie in einem solchen Zeitraum. Mit knapp 45 Milliarden Dollar liegt der Börsenwert der HKEx derzeit etwa doppelt so hoch wie die Marktkapitalisierung aller anderen größeren asiatischen Börsen zusammengerechnet.

Was treibt die Börsen auf Rekordhoch?

Geldschwemme

Die wichtigste Triebfeder des Börsenbooms ist die Geldflut der Notenbanken. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre ohnehin lockere Geldpolitik sogar nochmals dramatisch ausgeweitet: Seit 9. März kaufen die Währungshüter monatlich Vermögenswerte in Höhe von 60 Milliarden Euro. Ein Großteil des vielen Geldes fließt in Aktien.

Anlagenotstand

Weil die EZB gleichzeitig den Leitzins auf das Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt hat, herrscht Anlagenotstand: Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld und Anleihen bringen kaum noch Renditen. Das treibt Anleger in riskantere Investitionen wie Aktien, aber auch in Immobilien.

Euroschwäche

Der Euro ist durch die Geldpolitik auf Talfahrt. Das hilft der Exportwirtschaft, weil deutsche Waren dadurch im Ausland günstiger werden. Aktien internationaler Unternehmen profitieren.

Unternehmensgewinne

Deutschlands Börsenschwergewichte haben schon 2014 glänzend verdient - trotz internationaler Krisen. Nach einer Auswertung der Unternehmensberatung EY stieg der operative Gewinn der ersten 15 Dax-Konzerne, die Zahlen für 2014 vorlegten, um fast ein Viertel.

Angetrieben durch eine hohe Nachfrage von Investoren des chinesischen Festlands lag der Aktienumsatz der Hongkonger Börse in drei der vergangenen vier Handelstage bei mehr als 30 Milliarden Dollar. Im Dax werden derzeit im Schnitt gerade einmal Papiere im Volumen von umgerechnet etwas mehr als vier Milliarden Dollar ge- und verkauft.

China hatte in den vergangenen Monaten den Aktienhandel liberalisiert. Über die Kooperation der HKEx mit den Börsen von Shanghai und Shenzen eröffnete die Regierung in Peking chinesischen Anlegern vollen Zugang zu den in Hongkong gehandelten Papieren.

Von

rtr

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