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22.01.2007

22:34 Uhr

Aktienhandel New York

Boeing zieht US-Börsen ins Minus

Die US-Aktienmärkte haben am Montag wegen negativer Analystenkommentare zum Flugzeugkonzern Boeing tiefer geschlossen. Auch Technologiewerte wie Microsoft und Dell standen auf der Verkaufsliste vieler Anleger. Im Blickpunkt war zudem die Aktie des weltgrößten Pharmakonzerns Pfizer, der das vergangene Geschäftsjahr mit einem deutlich höheren Gewinn abschloss und zugleich weit reichende Stellenstreichungen angekündigte.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent tiefer bei 12 477 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Indexbüßte 0,53 Prozent auf 1 422 Zähler ein. Der Nasdaq-Composite verlor 0,83 Prozent auf 2 431 Stellen.

„Es sieht so aus, als ob sich die Anleger vor der Veröffentlichung einiger Geschäftszahlen in dieser Woche noch zurückhalten wollen - besonders die Tech-Werte sind davon betroffen“, sagte Frank Lesh von FuturePath Trading in Chicago. „Zudem nehmen einige Anleger vielleicht auch Gewinne mit, die einige Aktien letzte Woche eingefahren hatten.“

Boeing-Aktien verloren 3,4 Prozent auf 85,60 Dollar. Auslöser war Händlern zufolge eine Analyse der Anlagefirma Wachovia, wonach die Aufträge für Verkehrsflugzeuge ihren Höchststand erreicht haben sollen. Auch die Bekanntgabe eines Milliarden-Auftrags verbesserte die Stimmung der Anleger nicht.

Zu den Gewinnern zählte die Citigroup-Aktie

Microsoft-Aktien verloren 1,3 Prozent auf 30,72 Dollar. Grund für den Rückgang war eine Nachricht, wonach die IBM-Sparte Lotus eine neue Internet-Software auf den Markt bringen will. Auch die Aktien des Computerkonzerns Dell notierten wegen einer Herabstufung durch die Investmentbank UBS 2,12 Prozent tiefer bei 24,49 Dollar. Die Aktie des Chipherstellers AMD war 1,13 Prozent im Minus bei 17,53 Dollar. Zuvor wurde bekannt, dass Rivale Intel mit dem Computerkonzern Sun Microsystems zusammenarbeiten wird.

Die Aktie von Pfizer gab nach der Vorlage der Quartalsergebnisse um ein Prozent auf 26,95 Dollar nach. Der Konzern hatte 2006 wegen eines milliardenschweren Verkaufs mit einem Gewinnanstieg beendet. Allerdings ging der Gewinn je Aktie ohne diesen Einmaleffekt zurück. Zudem kündigte Pfizer die Streichung von weltweit 10 000 Stellen auch in Europa an.

Zu den Gewinnern zählte dagegen die Citigroup-Aktie. Sie lag 0,3 Prozent im Plus bei 54,68 Dollar. Das weltgrößte Geldinstitut gab bekannt, dass die bisherige Finanzchefin Sallie Krawcheck künftig wieder die Vermögensverwaltung führen soll.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,49 Milliarden Aktien den Besitzer. 1 200 Werte legten zu, 2118 gaben nach und 147 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,95 Milliarden Aktien 1059 im Plus, 1997 im Minus und 125 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 5/32 auf 98-29/32. Sie rentierten mit 4,763 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 8/32 auf 94-18/32 und hatten eine Rendite von 4,851 Prozent.

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