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25.01.2007

22:46 Uhr

Aktienhandel New York

Konjunktursorgen drücken US-Börsen

Die US-Aktienbörsen haben am Donnerstag deutlich nachgegeben. Die Anleger machten sich nach einem enttäuschenden Bericht vom Immobilienmarkt Sorgen um die Konjunktur. Kursgewinne etwa des Internetauktionshauses Ebay nach positiven Quartalszahlen begrenzten aber die Verluste.

New York Stock Exchange

New York Stock Exchange

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,94 Prozent im Minus bei 12 503 Punkten. Er pendelte im Verlauf zwischen 12 487 und 12 623 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 1,13 Prozent auf 1 424 Zähler, der Nasdaq-Composite 1,30 Prozent auf 2 434 Stellen.

„Es bleiben Fragen offen, wie sich die Wirtschaft weiter entwickelt“, sagte Joseph Battipaglia von Ryan, Beck & Co. „Die Unternehmensgewinne sind gut, aber legen sicherlich ein begrenzteres Tempo vor als bisher, und die Immobiliendaten waren nicht gut.“ Die Nationale Maklervereinigung der USA hatte zuvor bekannt gegeben, dass die Verkäufe bereits bestehender Häuser in den Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr so stark zurückgegangen sind wie seit 17 Jahren nicht mehr. Das Minus lag bei 8,4 Prozent. Im Dezember betrug der Rückgang 0,8 Prozent. Auf Jahresbasis wurden im Dezember 6,22 Millionen Eigenheime verkauft, von Reuters befragte Analysten hatten mit 6,25 Millionen gerechnet.

Zu den größten Verlierern an der Wall Street gehörten denn auch Unternehmen, die besonders vom Immobilienmarkt abhängig sind. Die Aktie der Baumarkt-Kette Home Depot verlor 1,47 Prozent auf 40,09 Dollar. Doch auch andere Werte zog der Trend ins Minus. Der Telekommunikationsanbieter Verizon verlor 1,5 Prozent auf 37,50 Dollar.

Papiere des weltgrößten Softwarekonzerns Microsoft gaben 2,06 Prozent auf 30,45 Dollar nach. Das Unternehmen wollte nach Börsenschluss sein Quartalsbericht vorlegen. Aktien des angeschlagenen Autobauers Ford notierten kaum verändert bei 8,22 Dollar. Der Konzern hat 2006 mit 12,7 Milliarden Dollar den höchsten Verlust seiner 103-jährigen Firmengeschichte verbucht.

Mit die größten Zugewinne verzeichneten Aktien von Ebay , die um 8,17 Prozent auf 32,45 Dollar in die Höhe schnellten. Ein starkes Geschäft in Deutschland und Großbritannien hatte dem Unternehmen zu einem überraschend hohen Umsatzplus verholfen. Die Börsianer freuten sich zudem über einen positiven Ausblick. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,76 Milliarden Aktien den Besitzer. 796 Werte legten zu, 2590 gaben nach und 116 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,21 Milliarden Aktien 882 im Plus, 2141 im Minus und 142 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 15/32 auf 98-2/32. Sie rentierten mit 4,875 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 25/32 auf 92-27/32 nach und hatten eine Rendite von 4,968 Prozent.

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