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26.01.2007

22:50 Uhr

Aktienhandel New York

Zins-Sorgen belasten Dow Jones

Die US-Aktienmärkte haben am Freitag kaum verändert geschlossen. Die Standardwerte litten nach Angaben von Händlern etwas unter Sorgen, die US-Notenbank könne zunächst nun doch auf eine Zinssenkung verzichten, weil die aktuellen US-Konjunkturdaten überraschend positiv waren. Der Nasdaq-Index profitierte indes vom angehobenen Gewinn-Ausblick des Softwarekonzerns Microsoft.

HB NEW YORK Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer mit 12.487 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor ebenfalls 0,1 Prozent auf 1422 Zähler, während der Nasdaq-Composite 0,05 Prozent auf 2435 Stellen zulegte.

Für die Gesamtwoche ergab sich damit für alle drei Indizes ein Abschlag von jeweils rund einem halben Prozent. Die am Freitag präsentierten US-Konjunkturdaten hatten überraschend deutliche Zuwächse beim Absatz neuer Eigenheime im Dezember und bei den Auftragseingängen für langlebiger Güter gezeigt. Weniger eine Rolle spielte dabei, dass der Absatz der Eigenheime im Gesamtjahr 2006 um 16 Prozent unter dem Vorjahr lag und damit im Jahresvergleich zum ersten Mal gesunken ist.

„Das Handeln wird schwieriger“, sagte Michael Alpert, Portfolio-Manager bei J.&W. Seligman & Co. in New York. „Es ist derzeit so viel Unsicherheit im Markt, dass es schwer ist, eine Handelsentscheidung zu treffen.“ Zu den Verlierern zählten infolge der Zins-Spekulationen Finanztitel wie Merrill Lynch und Morgan Stanley. Abwärts ging es auch mit den Papieren des Autoherstellers General Motors, die 0,6 Prozent auf 32,93 Dollar fielen.

Der im Umbau steckende Konzern muss wegen eines erneuten Buchungsfehlers die Vorlage seiner Quartalszahlen verschieben und die Bilanzen der vergangenen vier Jahre überarbeiten. Quasi einen Kurseinbruch mussten die Anteilsscheine des weltgrößten Biotechnologie-Konzerns Amgen hinnehmen, die 4,5 Prozent auf 71,50 Dollar nachgaben. Der Konzern verbuchte wegen hoher Forschungskosten nur einen leichten Gewinn-Anstieg.

Zudem lasteten enttäuschende Studienergebnisse für ein Krebsmittel und ein Anämie-Medikament auf dem Kurs. Zu den Gewinnern gehörten die Titel von Microsoft nach einem optimistischen Ausblick des Softwarekonzerns. Die Aktien schlossen 0,5 Prozent fester mut 30,60 Dollar, nachdem sie zwischenzeitlich bis auf 31,23 Dollar geklettert waren.

Stark gefragt waren auch Aktien von Caterpillar, die um 2,5 Prozent auf 61,09 Dollar zulegten. Der Hersteller von Baumaschinen steigerte im Quartal Gewinn und Umsatz. Um 1,9 Prozent auf 101,142 Dollar stiegen die Aktien des Börsenbetreibers Nyse. Die New Yorker Börse, die im Rennen um den pan-europäischen Wettbewerber Euronext die Deutsche Börse ausgestochen hatte, will in Zukunft mit der Börse Tokio kooperieren.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,51 Milliarden Aktien den Besitzer. 1921 Werte legten zu, 1407 gaben nach und 146 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,05 Milliarden Aktien 1784 Einzeltitel im Plus, 1210 im Minus und 153 unverändert. An den US-Kreditmärkten notierten die zehnjährigen Staatsanleihen unverändert mit 98-01/32. Sie rentierten mit 4,879 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 2/32 auf 92-22/32 und hatten eine Rendite von 4,978 Prozent.

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