Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.02.2004

07:15 Uhr

Aktienkurs steigt und steigt

Die Deutsche Bank muss sich weiter anstrengen

VonPhilipp Otto (Handelsblatt)

Die Aktie des Branchenprimus profitiert nicht allein von Übernahmefantasien, sondern auch von der Aufholjagd gegenüber internationalen Wettbewerbern.

FRANKFURT. Man ist fast an die VW-Käfer-Werbung erinnert: Er läuft und läuft und läuft. Das kann man derzeit auf den Aktienkurs der Deutschen Bank beziehen: Der steigt und steigt und steigt. 115 Prozent seit dem Tiefpunkt vor fast einem Jahr, knapp sieben Prozent in der vergangene Woche, damit war der Branchenprimus Wochengewinner im Deutschen Aktienindex. Mit zwischenzeitlich mehr als 72 Euro hat die Aktie wieder das Niveau von Ende Mai 2002 erreicht – damals trat Vorstandschef Josef Ackermann sein Amt an.

Viel zur Kurssteigerung tragen die immer wiederkehrenden, mehr oder weniger wahrscheinlichen Fusions- und Übernahmegerüchte bei. Mal ist es die Citigroup, dann wieder Barclays oder die Royal Bank of Scotland, die Credit Suisse oder sogar UBS, mit denen die Deutsche Bank vor allem von Händlerseite in Verbindung gebracht wird. Die Nervosität im Markt ist enorm, wirtschaftliche Begründungen gibt es nicht.

Ganz unschuldig ist das Institut an den Spekulationen allerdings nicht. Hat das Management doch selbst während der Bilanzpressekonferenz Fusionsgespräche mit der Citigroup für beendet erklärt und damit neues Öl ins Feuer gegossen

.

Doch man würde dem Management Unrecht tun, wenn man den kräftigen Kursanstieg der vergangenen Monate einzig und allein mit den Übernahmespekulationen erklären würde. Denn die Führungsriege um Konzernchef Ackermann macht ihre Sache ordentlich. Das zeigt sich nicht nur in der prestigeträchtigen Auszeichnung als „Beste Bank des Jahres 2003“ durch das Blatt „International Financial Review“. Auch im Ergebnis 2003 schlagen sich erste Zeichen einer wiedergewonnenen operativen Stärke der Deutschen Bank nieder, auch wenn die gesamten Erträge in den vergangenen Quartalen jeweils gesunken sind.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×