Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.03.2004

20:20 Uhr

Aktienmarkt sucht Normalität

Dax gelingt Sprung ins Plus

Der deutsche Aktienindex Dax hat am Freitag mit Kursgewinnen auf besser als erwartete US-Daten reagiert und somit einen Tag nach den verheerenden Anschlägen in Madrid wieder ins Plus gedreht.

HB FRANKFURT. Dennoch blieben die Anleger nervös, was letztlich einen positiven Tagesabschluss des wichtigsten deutschen Börsen-Index verhinderte. „Nach den Bomben-Attentaten ist die Nervosität geblieben“, sagte Händler Stefan Linz von der BW Bank. Besonders die Frage nach den Drahtziehern der Anschläge ist nach Einschätzung von Experten entscheidend für die weitere Entwicklung. „Stellt sich heraus, dass es El Kaida war, könnte es sein, dass die Risikoprämien, die wir gesehen haben, bleiben“, sagte der Chefvolkswirt einer großen europäischen Bank. „Das würde als Bedrohung nicht nur für Spanien sondern auch für andere Volkswirtschaften bewertet.“

Der Dax beendete den Computer-Handel Xetra mit einem Aufschlag von 0,3 % auf 3915 Punkten. Der L-Dax beendete den späten Parketthandel mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 3909 Punkte. Im Verlauf des Nachmittags begab sich der Deutsche Aktienindex zuvor auf Zickzack-Fahrt, die ihn über den Tag zwischen 3825 und 3920 Zählern schwanken ließ. Daran ließ sich Händlern zufolge die Nervosität im Markt ablesen. In dieser Woche büßte der Dax mehr als fünf Prozent ein, davon allein 3,5 % am Donnerstag.

Daten aus den USA zogen den Dax am Nachmittag in die Gewinnzone. Überraschend verringerte sich im vierten Quartal 2003 das Defizit in der Leistungsbilanz der USA. Der Fehlbetrag fiel auf 127,5 Mrd. Dollar nach revidiert 135,3 Mrd. Dollar im Vorquartal. Analysten hatten im Schnitt mit einem Defizit von 136,5 Mrd. Dollar gerechnet. „Die US-Daten waren in Ordnung - zwar nicht zum in die Luft springen - aber teilweise waren sehr schlechte Zahlen befürchtet worden.“

Daten zum Vertrauen der US-Konsumenten in ihre Wirtschaft gaben dem Dax später weiteren Schub. Dabei nahm das Vertrauen der US-Verbraucher im März nach vorläufigen Berechnungen der Universität Michigan anders als von Volkswirten erwartet ab. „Offenbar hatten einige Anleger noch schlechtere Zahlen befürchtet“, sagte Analyst Giuseppe Amato von Lang & Schwarz.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×