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21.01.2014

19:37 Uhr

Algeta-Übernahme

Bayer sammelt mit Anleihen zwei Milliarden ein

Der Leverkusener Chemiegigant Bayer bereitet sich auf die Übernahme des norwegischen Pharmakonzerns Algeta vor. Drei Bonds über insgesamt zwei Milliarden Euro waren am Markt äußert gefragt – und deutlich überzeichnet.

Gelände des Bayer-Werks in Leverkusen: Das Unternehmen hat sich über Anleihen Milliarden besorgt. dpa

Gelände des Bayer-Werks in Leverkusen: Das Unternehmen hat sich über Anleihen Milliarden besorgt.

FrankfurtBayer hat sich über mehrere Anleihen frisches Geld für die geplante Übernahme des norwegischen Krebsspezialisten Algeta besorgt. Der Pharma- und Chemiekonzern sammelte durch Ausgabe von drei Anleihen zwei Milliarden Euro ein, wie Bayer am Dienstag in Leverkusen mitteilte. Bayer will Algeta für insgesamt 2,1 Milliarden Euro schlucken. Das Bundeskartellamt hatte bereits grünes Licht für den Zukauf gegeben. Deutschlands größter Arzneimittelhersteller will den Zukauf noch im Lauf des ersten Quartals unter Dach und Fach bringen.

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Ein 500 Millionen Euro schwerer Bond mit zweijähriger Laufzeit wird mit 22 Basispunkten über dem Dreimonats-Euribor verzinst. Eine vierjährige Anleihe im Volumen von 750 Millionen Euro wird mit 1,125 Prozent verzinst. Bei dem dritten Bond im Volumen von 750 Millionen Euro, der bis 2021 läuft, beträgt der Kupon 1,875 Prozent. Die Nachfrage nach den Anleihen war hoch, wie beteiligte Banker sagten. In den Büchern hätten am Ende über acht Milliarden Euro gestanden.

Die Bank of America Merrill Lynch, Barclays, die Commerzbank und die Societe Generale organisierten die Platzierung. Beteiligt waren auch die Credit Suisse, Morgan Stanley und die UBS. Die Ratingagentur Standard & Poor's beurteilt die Bonität von Bayer aktuell mit der Note "A-"; bei der Konkurrenzagentur Moody's lautet sie "A3". Beide Agenturen werten den Ratingausblick positiv.

Von

rtr

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