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21.08.2013

08:27 Uhr

Alptraum für Anleger

Die schlechteste Anleihe der Welt

Anleihen von Unternehmen können riskanter sein als gedacht. So hat das Papier eines Bauunternehmens aus Mexiko rund 30 Prozent allein in einem Monat verloren. Doch noch immer hoffen die Investoren.

Händler an der Frankfurter Börse. Mit der falschen Anleihe kann man schneller Geld verlieren als mit Aktien. dpa

Händler an der Frankfurter Börse. Mit der falschen Anleihe kann man schneller Geld verlieren als mit Aktien.

New YorkDie Anleihe mit der schlechtesten Entwicklung weltweit kommt von Geo SAB. Nachdem das Bauunternehmen aus Mexiko jüngst keine Bilanzzahlen vorlegen konnte, verstärkten sich die Sorgen der Gläubiger, dass das Unternehmen seine Schulden nicht abbezahlen kann.

Geo-Papiere im Volumen von 400 Millionen Dollar mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2022 haben über die zurückliegenden vier Wochen rund 29 Prozent verloren. Das ist das höchste Minus unter den mehr als 6500 Unternehmensanleihen aus den Bereichen „Ramsch” und „Investment-Grade”, welche von Bloomberg News beobachtet werden. Berücksichtigt sind Papiere, bei denen es noch keinen Zahlungsausfall gibt.

Vergangenen Monat wurde der Handel von Geo-Aktien an der Börse von Mexiko ausgesetzt. Das Unternehmen erklärte am 25. Juli, die Frist zur Vorlage von Bilanzzahlen für das zweite Quartal nicht einhalten zu können. Geo begründete den Schritt damit, dass mehr Zeit gebraucht wird, um das Ausmaß der Aktiva-Verschlechterung zu prüfen.

Was 2013 aus 100.000 Euro wurde (1.Halbjahr)

Silber

62.510 Euro

Brasilianische Aktien

73.320 Euro

Gold

74.490 Euro

Russische Aktien

83.690 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

88.730 Euro

Türkische Aktien

90.210 Euro

Bundesanleihen

98.260 Euro

US-Treasuries

98.540 Euro

Sparbuch

100.032 Euro

Tagesgeld

100.930 Euro

US-Dollar

101.220 Euro

Deutsche Aktien

104.360 Euro

Öl (WTI)

105.550 Euro

Japanische Aktien

113.630 Euro

US-Aktien

115.280 Euro

Venezolanische Aktien

151.720 Euro

Am 12. April war Geo das erste unter den drei führenden im Wohnungsbau tätigen mexikanischen Unternehmen gewesen, das die Einstellung von Beratern zur Restrukturierung von Verbindlichkeiten ankündigte. Das sorgte für Spekulationen, dass Gläubiger eine relativ gute Chance haben, Geld wiederzusehen.

„Alles basierte auf Hoffnung”, sagte Vermögensverwalter Carlos Legaspy von Insight Securities in einem Interview mit Bloomberg News. Das Unternehmen war bei anderen Anleihen im Volumen von 250 Millionen Dollar, die eine Laufzeit bis zum Jahr 2020 haben, bereits im Juli in Verzug geraten.

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