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12.04.2011

21:45 Uhr

Analysten-Award 2011

Beste Analysten und Broker gekürt

VonAnke Rezmer

ExklusivAnalysten-Award 2011 vergeben: Das Handelsblatt und das US-Analysehaus Starmine haben die besten Analysten ausgezeichnet.

Drei Gewinner des Analysten-Awards 2011: Frank Neumann, Jürgen Pieper und Lothar Weniger (v.l.n.r.). Quelle: Bernd Roselieb

Drei Gewinner des Analysten-Awards 2011: Frank Neumann, Jürgen Pieper und Lothar Weniger (v.l.n.r.).

FrankfurtDas Handelsblatt zeichnete am Dienstagabend in Frankfurt gemeinsam mit dem US-Analysehaus Starmine zum achten Mal die besten Analysten für deutsche Aktien mit dem Analystenpreis 2011 aus.

Zu den einträglichsten Anlageempfehlungen des vergangenen Jahres zählte der Rat von Jürgen Pieper, Aktien des Ingenieurdienstleisters Bertrandt zu kaufen. Wer dem Automobil- und Industrie-Analysten des Bankhauses Metzler folgte, konnte sein Kapital mehr als verdoppeln. Ebenso zahlte sich der Tipp des Industrie- und Konsumanalysten Stephan Simmroß von Equinet aus, den Holzverarbeiter Pfleiderer zu verkaufen. Wer sich danach richtete, konnte sein Depot vor einem Verlust von rund 60 Prozent schützen.

Das US-Analysehaus Starmine, eine Tochter des weltgrößten Finanzdatenanbieters Thomson Reuters, hat die besten Analysten für deutsche Aktien ermittelt. Starmine bewertet seit mehr als zehn Jahren die Qualität von Aktienempfehlungen und die Genauigkeit von Gewinnschätzungen. Um die Branchenbesten zu ermitteln, nahmen die Experten des US-Research-Hauses 1441 Analysten von 178 Brokern unter die Lupe, die knapp 600 deutsche Aktien beobachten. Für den Award qualifizieren konnten sich allerdings nur 257 Analysten.

„Die Analysten wurden 2010 stark gefordert“, sagt Raj Shah, Produktspezialist bei Starmine. So mussten die Aktienexperten einerseits trotz aufkommender Probleme wie der Verschuldungskrise in Europa optimistisch bleiben. Andererseits sei ein klarer Blick auch auf Firmen erforderlich gewesen, die von der Erholung nicht profitierten, so Shah. Für einige Branchen wie Medien, Telekom, Versorger gab es keine Auszeichnungen, weil nicht genügend Analysten überdurchschnittlich abgeschnitten haben. In der Sparte Software und IT-Services wurden nur Analysten für Aktienempfehlungen prämiert.

Nur wenige Analysten tauchen regelmäßig in den Rankings auf. Es sei unheimlich schwer, konstant besser als die Konkurrenz zu sein, sagt Shah. Zu den „Bekannten“ unter den Analysten gehören unter anderem der drittbeste Aktienanalyst nach Gewinnschätzungen, Martin Rödiger von der Credit-Agricole-Tochter CA Cheuvreux, sowie die Nummer zwei für Aktienempfehlungen, Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler, oder Malte Schaumann von M.M. Warburg, der erneut in beiden Disziplinen einen Preis gewinnt.

Zwei neue Broker am Markt sorgen für mehr Wettbewerb

Unter den Wertpapierhäusern hat der Wettbewerb im vergangenen Jahr zugenommen. Die Konjunkturerholung in Deutschland führte dazu, dass gute Analysten wieder stärker umworben wurden. Auch sorgen zwei neue Broker am Markt, die Baader Bank und Silvia Quandt Research, für Belebung. In den Rankings erscheinen zahlreiche Analysten im Vergleich zum Vorjahr daher unter neuem Firmennamen. Auf Rang eins liegen nun das Bankhaus Metzler und die DZ Bank. Beide Häuser finden sich seit Jahren unter den Top Ten. Das Wertpapierhaus Equinet schob sich nach vorne und liegt jetzt auf Platz drei.

Zu den Absteigern gehört dagegen die australische Bank Macquarie, deren Analysten im Jahr zuvor – noch unter der alten Flagge von Oppenheim Research – gewonnen hatten. Das frühere Oppenheim-Konzept der fokussierten Analyse sei nicht fortgeführt worden, berichten Kenner. Viele Analysten seien daher zu anderen Häusern gewechselt.

Kommentare (1)

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Norbert

13.04.2011, 12:35 Uhr

Wenn ich diese Typen sehe, könnte ich KOTZEN !!!!!!
Entschuldigung für diese wortwahl.....

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