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21.01.2009

09:50 Uhr

Analysten sehen für die erste Jahreshälfte schwarz

Mexikos Börsen hängen am Tropf der US-Wirtschaft

VonKlaus Ehringfeld

Die mexikanische Börse steht vor einem schweren Jahr.

MEXIKO-STADT. Analysten sagen dem IPC-Aktienindex der Bolsa de Valores (BMV) für die erste Jahreshälfte hohe Schwankungen und weiter fallende Kurse voraus. "Große Unsicherheit, schlechte Quartalsergebnisse und die Auswirkungen der Rezession in den USA werden Mexiko schwer zu schaffen machen", sagt Alejandro Garza, Chefanalyst bei NSC Asesores.

Der Jahresbeginn lieferte schon einen Vorgeschmack auf das, was noch kommen mag. Der IPC ging am Freitag bei 20 325 Punkten aus dem Handel und schloss damit knapp zehn Prozent tiefer als zu Beginn des Monats. So einen schlechten Start in ein Börsenjahr hatte es zuletzt vor mehr als zehn Jahren gegeben. Auch eine Zinssenkung um einen halben Prozentpunkt auf 7,75 Prozent konnte den Investoren kein Vertrauen einflößen.

Mexiko wird von den Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise besonders hart getroffen. Die Volkswirtschaft hängt wegen der engen Verzahnung im Rahmen der Nordamerikanischen Freihandelszone NAFTA auf Gedeih und Verderb von den USA ab. 85 Prozent der mexikanischen Exporte gehen in die USA. "Die US-Rezession schlägt hier besonders zu", betont NSC-Experte Garza.

Nach jüngsten Schätzungen der Volkswirte der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika Cepal wird das mexikanische Bruttoinlandsprodukt 2009 im günstigsten Fall um 0,7 Prozent wachsen. Im schlimmsten Fall schrumpft die Wirtschaftskraft um 1,2 Prozent. Ein ohnehin schwacher Binnenmarkt werde durch die Krise noch weiter in Mitleidenschaft gezogen und könne daher auch nicht als Wachstumsmotor dienen.

Auch deshalb versucht die Regierung mit einem Konjunktur- und Investitionsprogramm die Auswirkungen der Finanzkrise zu mildern. Präsident Felipe Calderón will Flughäfen, Autobahnen und Häfen bauen und damit die Wirtschaft ankurbeln. Zudem hat er die Spritpreise eingefroren und für einige Industriezweige die Strompreise gesenkt.

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