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17.09.2014

11:45 Uhr

Analysteneinschätzungen

Europäische Aktien werden immer attraktiver

Europäische Konzerne stehen bei Analysten hoch im Kurs. Erstmals seit April 2012 überwiegt die Zuversicht. Es ist eine Trendwende, nachdem die Unternehmensgewinne in zwei der vergangenen drei Jahre gefallen waren.

Die Zentrale der EZB in Frankfurt: Viele Analysten blicken nach der erneuten Leitzinssenkung zuversichtlicher in die Zukunft. dpa

Die Zentrale der EZB in Frankfurt: Viele Analysten blicken nach der erneuten Leitzinssenkung zuversichtlicher in die Zukunft.

Ein Index der Citigroup, der die Veränderungen der Analystenschätzungen erfasst, hatte sich am 5. September in den positiven Bereich bewegt. An diesem Tag hatte die Europäische Zentralbank unerwartet die Zinsen gesenkt und sich zum Ankauf von Wertpapieren geäußert.

„Angesichts der verstärkt proaktiv handelnden EZB scheinen sich die Dinge in positiver Richtung zu entwickeln“, sagte Lars Kreckel, Aktienstratege bei Legal & General in London. Die Analysten arbeiteten nun die Abschwächung des Euro in ihre Schätzungen ein. Von Bloomberg News zusammengestellte Daten deuten darauf hin, dass die Ergebnisse im laufenden Jahr um 6,3 Prozent steigen könnten.

Die Aktienmärkte sind der Gewinnentwicklung in den vergangenen Jahren davon geeilt. Dem Plus des Euro Stoxx 50 von rund 60 Prozent auf Sicht von 24 Monaten bis Ende Juni steht ein Rückgang der Gewinne um acht Prozent im Vorjahr und ein Anstieg von einem Prozent 2012 gegenüber, wie Daten von Bloomberg zeigen. Derzeit liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Euro Stoxx 50 bei 14,7 und damit nur knapp unter dem am 3. Juli erreichten Rekordhoch von 14,99. Im September 2011 hatte das KGV noch bei 2011 gelegen.

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Allerdings bleibt offen, ob die Erholung der Konjunktur stark genug ausfällt, um den Unternehmensergebnissen merklich Auftrieb zu verleihen. So verweist der leitende Anlagestratege Mike Franklin von Beaufort Securities auf die Erwartung von Volkswirten, dass die Wirtschaft des Euroraums im laufenden Jahr nur um ein Prozent wachsen wird. „Die Aussichten des Euroraums hängen stark davon ab, inwieweit die einzelnen Mitgliedsländer zusätzlich zu den Maßnahmen von Mario Draghi Schritte zur Ankurbelung des Wachstums unternehmen,“ schreibt Franklin in einem Kommentar. „Es wird zumindest mehrere Monate dauern, bis die Folgen derartiger Schritte spürbar werden.“

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