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14.11.2011

15:58 Uhr

Angst vor Ramschstatus

Ungarn kriegt Staatspapiere schwer los

Während sich Europa derzeit um seine Schäfchen Griechenland und Italien kümmert, fängt es bereits anderorts zu lodern an. So wird es für EU-Mitglied Ungarn derzeit immer schwerer an frisches Geld zu kommen.

Der ungarische Staat sucht händeringend nach Gläubigern. gms

Der ungarische Staat sucht händeringend nach Gläubigern.

Frankfurt/DüsseldorfUngarn hat am Montag eine Auktion von sechswöchigen Schatzanweisungen bei schwacher Nachfrage platzen lassen, nachdem die Ratingagenturen Standard & Poor's und Fitch vor einer Bonitätsabstufung Ungarns auf Ramschniveau gewarnt hatten.

Die staatliche Schuldenagentur beendete die Auktion der Staatspapiere, nachdem ihr Angebot von 50 Milliarden Forint (160 Millionen Euro) gerade einmal auf Gebote in Höhe von insgesamt nur 36 Milliarden Forint traf.

Einem Bericht der deutschsprachigen Budapester Tageszeitung Pester Lloyd zufolge kein Einzelfall. Es werde für den ungarischen Staat immer schwieriger vor allem die mittel- und langfristigen Staatsanleihen zu vernünftigen Zinsen auf den Markt zu bringen. So hätten zuletzt Auktionen von Staatspapieren mangels Nachfrage immer öfter ganz abgesagt werden müssen.

In der Folge zogen die Credit Default Swaps (CDS) an. Die Absicherung fünfjähriger ungarischer Anleihen stieg um elf Basispunkte auf 579 Basispunkte, dem höchsten Wert seit März 2009.

Bereits am Wochenende hatte die Ratingagentur Standard & Poor's vor einer Herabstufung der ungarischen Bonitätsnote gewarnt. Die unberechenbaren Schritte der Politik belasteten die mittelfristigen Wachstumsaussichten, so die Experten. Am Freitag hatte die Konkurrenzagentur Fitch bereits den Ausblick für das Land auf negativ von zuvor stabil gesenkt.

Die drei wichtigsten Ratingagenturen bewerten ungarische Staatsanleihen derzeit mit einer Stufe über dem gefürchteten Ramschstatus. Ungarn ist das am höchsten verschuldete Land Osteuropas. Die Regierung hat ihre zugesagten Reformen bislang nicht vollständig umgesetzt. Experten rechnen damit, dass sich das Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr deutlich verlangsamt. Ungarn ist kein Mitglied der Eurozone.

Kommentare (6)

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Maci

14.11.2011, 17:57 Uhr

Orban ekelt Ausländische Firmen aus dem Land. Cora, Auchan suchen Käufer, das Niveau im Sortiment ist wie vor 2000.
Presse hat ein Maulkorb, Preise schiessen durch den Steuern nach oben und täglich lässt er sich neue Steuern einfallen.
Der Forint schmiert ab. Was muss noch alles passieren in dem Land? Er würgt das Wachstum ab, größere Anschaffungen werden von den gebeulteten Bürgern,in den Nacbarländer getätigt.
Vor Diktaturen haben die Investoren auch Zurückhaltung gelernt. Man weiss ja nicht was Morgen passiert Heute investiert und am nächsten Tag lauert der nächste Steuer Hammer.
Die Rentenkasse wurde geplündert, gerade mal 1,4 Milliarden € um Haushaltslöcher zu stopfen, das ist keine Maßnahme die längerfristig wirken kann.(von den armen Beitragszahler ganz abgesehen)
Also Vertrauen kann beim besten Willen nicht gewinnen.

widerspruch

14.11.2011, 19:15 Uhr

das ist doch gesteuert, da die Ungarn nicht so ticken, wie Brüssel will!

mono

15.11.2011, 08:26 Uhr

Unsere östlichen Euro-Nachbarn haben Ihr Gezocke bis 2008 doch in Schweizer Franken getätigt, (wer die wohl beraten hat ?) die sind so Pleite, da hilft nicht mal mehr Geld drucken....
Aber gut das die Euro Krise den Vater dieser Krise erstmal in Vergessenheit geraten lässt. Die eigentlichen Probleme kommen ja erst noch.

Der US Dollar und sein Kollaps.

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