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17.10.2016

10:15 Uhr

Angst vor US-Inflation

Staatspapiere auf höchstem Stand seit Brexit – Aktien fallen

Die jüngsten Aussagen von Fed-Chefin Janet Yellen haben Anleger offenbar dazu veranlasst, Staatsanleihen abzustoßen. Während die Bonds-Renditen angetrieben wurden, trat an den Börsen der gegenteilige Effekt ein.

Experten sehen in den Aussagen von US-Notenbanken-Chefin Janet Yellen einen der Hauptgründe für den Höhenflug der Bundesanleihen. Sie hatte unter anderen von einer geldpolitische „Hochdruck-Ökonomie“ gesprochen, um die Konjunktur anzukurbeln. Die Börsen reagierten dagegen mit Kursverlusten. AP

Anleger-Schreck

Experten sehen in den Aussagen von US-Notenbanken-Chefin Janet Yellen einen der Hauptgründe für den Höhenflug der Bundesanleihen. Sie hatte unter anderen von einer geldpolitische „Hochdruck-Ökonomie“ gesprochen, um die Konjunktur anzukurbeln. Die Börsen reagierten dagegen mit Kursverlusten.

FrankfurtAus Furcht vor einem kräftigen Anstieg der US-Inflation haben Anleger am Montag Staatsanleihen aus ihren Depots geworfen. Dies trieb die Renditen zehnjähriger Bonds aus Deutschland und Großbritannien auf den höchsten Stand seit dem Brexit-Referendum von Ende Juni, als die britischen Wähler für einen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU stimmten. Die deutschen Papiere folgten damit dem Trend ihrer US-Pendants.

Die zehnjährigen Bundesanleihen rentierten zum Start der neuen Börsenwoche zeitweise bei plus 0,103 Prozent und ihre britischen Pendants bei plus 1,223 Prozent. Die Rendite vergleichbarer US-Papiere stieg sogar auf ein Viereinhalb-Monats-Hoch von 1,814 Prozent. Am Devisenmarkt hielt die US-Währung ihre Kursgewinne vom Freitag. Ein Euro kostete 1,0983 Dollar.

Am Aktienmarkt machten dagegen einige Investoren Kasse. Dax und EuroStoxx50 verloren jeweils 0,4 Prozent auf 10.540 und 3014 Punkte, nachdem sie am Freitag dank der Kursgewinne bei Versorgern und Finanzwerten jeweils mehr als 1,5 Prozent zugelegt hatten.

Fed-Chefin Janet Yellen hatte am Freitagabend (MESZ) betont, die US-Notenbank sei künftig stärker gefordert, die Konjunktur anzukurbeln. Sie nannte dies „Hochdruck-Ökonomie“. Hierfür muss die Fed nach Einschätzung des Commerzbank-Analysten Ulrich Leuchtmann die geldpolitischen Zügel weit länger locker lassen als bislang gedacht.

„Außerdem sollten die Aussagen der Fed-Chefin zur Inflationsentwicklung aufhorchen lassen“, schrieben die Analysten der Essener National-Bank in einem Kommentar. „Es sieht danach aus, als ob sie sich zumindest ein temporäres Überschießen der Preissteigerungsraten auf Jahresbasis über die Marke von zwei Prozent vorstellen kann.“ Dies habe Bond-Anleger verschreck

Zu den wenigen Gewinnern im Dax zählten die Aktien der Commerzbank mit einem Kursplus von einem Prozent. Das Geldhaus denkt dem Anlegermagazin „Euro am Sonntag“ zufolge über einen Börsengang seiner Derivatesparte nach. Aktienhändler warnten allerdings vor überzogenen Erwartungen. Eine Bestätigung für derartige Pläne gebe es bislang nicht.

An der Mailänder Börse gewannen Unicredit sogar 2,1 Prozent. Am Wochenende hatte die HVB-Mutter mitgeteilt, mit dem polnischen Versicherer PZU über einen Verkauf ihrer Polen-Tochter Bank Pekao zu verhandeln. Allerdings sei es alles andere als sicher, dass es zu einer Einigung kommen werde. PZU legten am Montag in Warschau 2,9 Prozent zu, Pekao stiegen um 1,2 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (3)

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17.10.2016, 17:24 Uhr

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17.10.2016, 17:27 Uhr

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17.10.2016, 17:31 Uhr

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