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04.03.2004

06:00 Uhr

Anleger können Depot günstig wie selten gegen Verluste absichern

Träger Dax macht Optionsscheine interessant

VonPetra Hoffknecht

So niedrig wie derzeit war die Volatilität, also die erwartete Schwankungsbreite der Aktienkurse, schon lange nicht mehr. Das macht Käufe von Optionsscheinen interessant, denn auch sie sind derzeit relativ günstig, weil ihr Preis unter anderem an die Kursschwankungen gekoppelt ist. Anleger können sich darüber freuen, denn durch die niedrige Volatilität, kurz Vola, können sie momentan ihr Depot relativ preiswert gegen Verluste absichern.

HB FRANKFURT. Die Vola der deutschen Aktienkurse wird vom V-Dax, einem vom Terminmarkt abgeleiteten Index, gemessen. Derzeit beträgt sie gut 18 Prozent. Das bedeutet, dass Marktteilnehmer den Deutschen Aktienindex in den nächsten 45 Tagen um etwa 18 Prozent schwanken sehen. Normalerweise notiert der V-Dax zwischen 20 und 30. Bei starker Unsicherheit der Marktteilnehmer wie im Irak-Krieg 2003 oder nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 stieg er auch schon mal auf über 50. Grundsätzlich gilt: Bei steigenden Aktienkursen sinkt die Vola, bei stark fallenden Kursen hingegen steigt sie.

Insbesondere Verkaufsoptionsscheine, auch Puts genannt, sind jetzt in Zeiten der niedrigen Vola sinnvoll. Mit dem Kauf eines Optionsscheins erwerben Anleger das Recht, beispielsweise Aktien zu einem festgelegten Zeitpunkt und einem bestimmten Preis zu kaufen oder zu verkaufen; sie können also auf steigende oder fallende Kurse wetten. Den Preis des Optionsscheins bestimmt neben der Vola auch die Entwicklung der zugrunde liegenden Aktie oder des dem Optionsschein zugrunde liegenden Index. Mit einem Put beispielsweise auf den Dax schützt ein Anleger die deutschen Standardwerte in seinem Depot. Kursverluste gleicht er somit über die Wette auf sinkende Kurse also mit der Wertsteigerung des Puts aus. Steigt die Vola dann noch, ist sogar ein Zusatzprofit drin.

Konservativeren Anlegern, denen die so genannten Zocker-Papiere zu heiß sind, empfiehlt Werner Humpert von der UBS Investment Bank zur Absicherung des Depots so genannte Garantieprodukte. Sie bestehen aus einer Nullkupon- Anleihe und einem Kaufoptionsschein. Unter den derzeitigen Bedingungen kommen diese Produkte wieder verstärkt auf den Markt. Beispielsweise UBS und auch die Deutsche Bank haben sie wieder im Programm.

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