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24.06.2013

10:10 Uhr

Anleger schichten weiter um

US-Geldpolitik belastet Anleihemärkte

Die schwindende Liquidität macht den Anlegern sorgen: Auf dem Anleihenmarkt lassen sie zur Zeit Vorsicht walten. Eine Stabilisierung ist wohl noch nicht absehbar.

Liquiditätsprobleme? Die US-Geldpolitik sorgt für Unruhe auf dem Anleihemarkt. AFP

Liquiditätsprobleme? Die US-Geldpolitik sorgt für Unruhe auf dem Anleihemarkt.

FrankfurtDer neue Kurs in der US-Geldpolitik hat die europäischen Anleihemärkte am Montag weiter belastet. Der richtungsweisende Bund-Future rutschte um 81 Ticks auf 140,58 Zähler ab und notierte damit so niedrig wie zuletzt im Oktober 2012. Die Anleihen der hoch verschuldeten Länder Spanien und Italien gingen ebenfalls auf Talfahrt

„Die Märkte befürchten nach wie vor, dass die schwindende Liquidität für alle Assets schmerzlich sein wird”, sagte Commerzbank-Analyst Rainer Guntermann. Die heftigen Kursbewegungen belegten die große Vorsicht der Anleger. Nach Einschätzung von Marktstratege Jörg Rahn von Marcard, Stein & Co wird der Richtungswechsel der Fed von Investoren als Zeitenwende interpretiert. Der Höhepunkt eines fast 30 Jahre währenden Booms am Anleihenmarkt sei vorbei. Fed-Chef Ben Bernanke hatte Mitte vergangener Woche angekündigt, er könne die Anleihenkäufe möglicherweise noch in diesem Jahr zurückfahren und sie bis Mitte 2014 auslaufen lassen.

Der amerikanische T-Bond-Future verlor am Morgen knapp einen Punkt auf 134 Zähler. Er notiert inzwischen so niedrig wie zuletzt im August 2011. Eine Stabilisierung von Bundesanleihen und US-Treasuries ist Händlern zufolge noch nicht absehbar.

Der US-Dollar legte den vierten Tag in Folge zu. Zu einem Korb aus sechs Währungen gewann er 0,5 Prozent. Seit der Ankündigung von Fed-Chef Bernanke hat der Greenback zweieinhalb Prozent an Wert gewonnen. Der Euro geriet im Zuge dessen weiter unter Druck und notierte um 1,3078 (spätes Freitagsgeschäft: 1,3122) Dollar.

Neue Hinweise zur Entwicklung der hiesigen Konjunktur wird um 10.00 Uhr der Ifo-Geschäftsklimaindex liefern. Von Reuters befragte Analysten sagen für Juni einen leichten Anstieg auf 105,9 (105,7) Punkte voraus.

Von

rtr

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