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25.09.2012

13:59 Uhr

Anleihe-Auktion

Spanien zahlt hohen Preis für sein Zögern

Spanien muss bei einer Bond-Auktion höhere Zinsen für seine Papiere bezahlen. Investoren sind misstrauisch, weil das Land zögert, Kapital-Hilfen zu beantragen. Insgesamt sammelte Spanien vier Milliarden Euro ein.

Spanische Euromünze. Wann ruft Madrid nach Hilfe? dpa

Spanische Euromünze. Wann ruft Madrid nach Hilfe?

MadridSpanien bezahlt sein Zögern mit einem Antrag auf Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm mit steigenden Zinsen. Die Versteigerung mehrerer Wertpapiere mit kurzer Laufzeit spülte nach Angaben des Finanzministeriums in Madrid am Dienstag insgesamt vier Milliarden Euro in die Staatskasse. Die durchschnittliche Rendite für die Papiere mit dreimonatiger Laufzeit stieg auf 1,203 Prozent nach 0,946 Prozent im August. Die Rendite für sechsmonatige Papiere legte auf 2,213 von 2,026 Prozent zu.

Die größten Schuldenmacher in der Euro-Zone

Irland

Das höchste Defizit in der Euro-Zone hat Irland. Es beträgt 8,3 Prozent des Bruttosozialprodukts.

Griechenland

Rund 7,3 Prozent beträgt das Haushaltsdefizit Griechenlands für 2012.

Spanien

Der Krisenstaat auf der Iberischen Halbinsel kommt auf ein Haushaltsdefizit von 6,9 Prozent.

Slowakei

Platz vier unter den größten Schuldensündern belegt mit einem Defizit von 4,8 Prozent die Slowakei.

Portugal

Knapp hinter der Slowakei reiht sich Portugal ein: Hier schlägt 2012 ein Defizit von 4,7 Prozent des Bruttosozialprodukts zu Buche.

Frankreich

Mit Hilfe von Steuererhöhungen und Einsparungen will Frankreich sein Haushaltsdefizit im nächsten Jahr eindämmen. Dieses Jahr beträgt es noch 4,5 Prozent.

Niederlande

Rund 20 Milliarden Euro müssten die Niederlande sparen, um ihr Defizit unter drei Prozent zu drücken. Derzeit liegt es bei 4,4 Prozent des Bruttosozialprodukts.

Slowenien

Auch Slowenien ringt mit steigender Verschuldung und schrumpfendem Wirtschaftswachstum. Das Haushaltsdefizit liegt 2012 bei 4,3 Prozent.

Zypern

„Sparen, kürzen, streichen“: So lautet auch das Motto in Zypern. Das Haushaltsdefizit liegt 2012 bei 3,4 Prozent des Bruttosozialprodukts.

Nach der Ankündigung der Europäischen Zentralbank, zu einem unbegrenzten Ankauf von Anleihen von Krisenländern bereit zu sein, waren die spanischen Zinsen zunächst spürbar gesunken. "Doch je länger Spanien den Gang unter den Rettungsschirm hinauszögert, desto mehr wird dieser Effekt verpuffen", sagte Rabobank-Analyst Richard McGuire. Eine noch in dieser Woche erwartete Herabstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens durch die Ratingagentur Moody's könne die Lage noch verschärfen, ebenso ein ergebnisloses Eurogruppen-Treffen am 8. Oktober.
Die EZB knüpft den unbegrenzten Ankauf von Staatsanleihen kriselnder Euro-Staaten an die Bedingung, dass diese unter den Rettungsschirm schlüpfen und sich zu Reformen verpflichten. Bislang ziert sich das hoch verschuldete Spanien aber noch, einen Hilfsantrag zu stellen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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25.09.2012, 15:05 Uhr

O-Ton Handelsblatt
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Spanien zahlt hohen Preis für sein Zögern
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Eine Erhöhung der Zinsen für vier Milliarden um 0,2% über im Schnitt 4,5 Monate macht drei Millionen.

Der spanische Staatshaushalt (2011) beträgt 107769 Millionen. 0,0028% in einer Überschrift als "hohen Preis" zu bezeichnen ist eine ebenso groteske wie peinliche Übertreibung des Handelsblatts.

Außerdem ist es vollkommen unklar, inwieweit dieser geringfügige Anstieg des Zinsniveaus auf das "Zögern" zurückzuführen ist. Schließlich sind auch die Zinsen für deutsche Staatsanleihen in den letzten Wochen gestiegen.

...

Ich empfehle dringend, den Volontär der derartige Überschriften erfindet auszutauschen.

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