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15.01.2013

13:47 Uhr

Anleihe-Auktionen

Spanien- und Hellas-Bonds übertreffen Erwartungen

Mit Anleihe-Auktionen haben die Krisen-Länder Spanien und Griechenland am Dienstag mehr Geld aufnehmen können als erwartet. Gleichzeitig stiegen erneut die Kurse von Bundesanleihen und Treasuries.

Mehr Geld als erwartet: Spanien hat erfolgreich Anleihen am Markt platziert. dpa

Mehr Geld als erwartet: Spanien hat erfolgreich Anleihen am Markt platziert.

FrankfurtSpanien hat am Primärmarkt über Geldmarktpapiere 5,75 Milliarden Euro aufgenommen und damit das Maximalziel um 250 Millionen Euro übertroffen. Gleichzeitig sanken die Fremdkapitalkosten der Südeuropäer.

Das 12-Monats-Papier war mit einer durchschnittlichen Emissionsrendite von 1,472 Prozent ausgestattet, verglichen mit 2,556 Prozent am 11. Dezember. Die Rendite für das 18-Monats-Papier sank von 2,778 Prozent zuvor auf 1,687 Prozent. Die zehnjährige spanische Anleihe holte frühere Kursverluste auf und stieg zuletzt. Die Rendite war bei 4,99 Prozent ein Basispunkt niedriger.

Auch Griechenland konnte bei einer Bonds-Auktion am Dienstag die Erwartungen übertreffen. 1,625 Milliarden Euro konnte das kriselnde Land über Papiere mit 91 Tagen Laufzeit aufnehmen. Ursprünglich war mit einem Volumen von 1,25 Milliarden Euro gerechnet worden.

Die Emissionsrendite war mit 4,07 Prozent etwas niedriger als die 4,11 Prozent bei der letzten Auktion in diesem Laufzeitbereich am 18. Dezember. Zehnjährige griechische Anleihen rentierten zuletzt bei 11,50 Prozent einen Basispunkt niedriger.

Zehnjährige Bundesanleihen rentierten am Dienstag bei 1,54 Prozent und damit einen Basispunkt höher. Am Terminmarkt stieg der Bund-Future um zwölf Basispunkte auf 142,89 Prozent. Die als besonders sicher geltenden Bundesanleihen waren nach der Veröffentlichung von Wachstumszahlen begehrt.

Die Rendite von zehnjährigen US-Bonds war zuletzt bei 1,83 Prozent einen Basispunkt niedriger. Die Sicherheit der Treasuries war angesichts der Unstimmigkeiten über eine Erhöhung des Schuldenlimits in den USA gefragt. US-Finanzminister Timothy T. Geithner hat vor „ernsten wirtschaftlichen Härten“ gewarnt, sollte die Schulden-Obergrenze bis Anfang März nicht angehoben werden. „Das Schulden-Limit schafft eine kurzfristige Flucht in die Qualität“, sagte Hiroki Shimazu, Ökonom bei SMBC Nikko Securities Inc. in Tokio.

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