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26.02.2014

13:21 Uhr

Anleihe-Emissionen

Rendite italienischer Anleihen sinkt auf Rekordtief

Nur 0,455 Prozent Rendite für Papiere mit einer halbjährigen Laufzeit: Italienische Anleihen waren am Mittwoch sehr gefragt. Für begrenzte Impulse an den Märkten könnten die Daten zu den US-Neubauverkäufen sorgen.

Eine italienische Euromünze: Die zehnjährige italienische Referenzanleihe notierte mit 3,57 Prozent einen Basispunkt niedriger. dpa/picture alliance

Eine italienische Euromünze: Die zehnjährige italienische Referenzanleihe notierte mit 3,57 Prozent einen Basispunkt niedriger.

Am europäischen Anleihemarkt haben die Notierungen am Mittwochmittag uneinheitlich tendiert. Anleihen der Peripherie erfreuten sich ungebrochener Nachfrage. Italien hatte Papiere mit einer Laufzeit von 182 Tagen im Umfang von 8,5 Milliarden Euro begeben. Die Rendite erreichte ein Rekordtief von 0,455 Prozent und das angestrebte Volumen wurde vollständig erreicht. Die zehnjährige italienische Referenzanleihe notierte mit 3,57 Prozent einen Basispunkt niedriger.

Die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen notierte zuletzt mit knapp 1,66 Prozent einen Basispunkt höher, während Papiere der Peripherie gefragt waren. Der Bund-Future sank um zwei Basispunkte auf 143,95 Prozent.

Am Vormittag hatte Deutschland Langläufer mit Fälligkeit im August 2046 begeben. Das angestrebt Volumen von 3 Milliarden Euro wurde mit 2,44 Milliarden Euro zwar nicht ganz erreicht, die Rendite lag mit 2,53 Prozent aber unter den 2,64 Prozent der beiden vorherigen Auktionen vergleichbarer Papiere.

Wesentlich umfangreicher fallen die Primäraktivitäten in den USA am Mittwoch aus. Das US-Schatzamt will zwei- und fünfjährige Papiere im Volumen von insgesamt 48 Milliarden Dollar begeben. Die Volkswirte der Nationalbank in Essen rechnen mit einer Belastung für die Rentenmärkte. US-Treasuries rentierten mit 2,71 Prozent knapp einen Basispunkt höher.

Refinanzierungsbedarf der größten Staaten der Welt 2014

USA

Fällige Bonds: 3,1 Billionen Dollar

Schatzanweisungen: 218 Milliarden Dollar

Japan

Fällige Bonds: 2,4 Billionen Dollar

Schatzanweisungen: 87 Milliarden Dollar

Italien

Fällige Bonds: 468 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 79 Milliarden Dollar

Frankreich

Fällige Bonds: 410 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 61 Milliarden Dollar

Deutschland

Fällige Bonds: 268 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 39 Milliarden Dollar

Kanada

Fällige Bonds: 248 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 13 Milliarden Dollar

Großbritannien

Fällige Bonds: 181 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 75 Milliarden Dollar

China

Fällige Bonds: 143 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 58 Milliarden Dollar

Brasilien

Fällige Bonds: 121 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 24 Milliarden Dollar

Indien

Fällige Bonds: 85 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 47 Milliarden Dollar

Russland

Fällige Bonds: 10 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 11 Milliarden Dollar

Für begrenzte Impulse könnten am Nachmittag die Daten zu den US-Neubauverkäufen im Januar sorgen. Von Bloomberg befragte Volkswirte gehen von 400.000 Verkäufen aus, was einen Rückgang gegenüber den 414.000 im Dezember bedeuten würde. „Die zuletzt veröffentlichten Daten zum Immobilienmarkt haben durchweg enttäuscht, was auch dem außergewöhnlich kalten Winter geschuldet ist“, merkten die Volkswirte der Helaba in einem Kommentar an. „Daher sollte die zu beobachtende Schwäche nicht überinterpretiert werden.“ Die US-Notenbank werde sich von den Zahlen wohl kaum von „ihrem Vorhaben abbringen lassen, das Anleihekaufvolumen weiter zu reduzieren“.

Kommentare (1)

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PeterKock

26.02.2014, 14:22 Uhr

Italien , Frankreich und Deutschland , allein die 3 LÄnder , haben über 60 % der EU-Gesamtstaatsverschuldung verursacht. Also alle hochgradig PLEIE . Fazit : Wer soll den Schrott denn kaufen ? Lange Laufzeiten , wenig Zinsen und viel Risiko !

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