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14.05.2013

13:10 Uhr

Anleiheauktion

Spanien kommt günstiger an Geld

Bei einer Anleiheauktion hat Spanien mehr Geld eingesammelt als erwartet. Die Zinskosten fielen dabei auf ein Dreijahrestief. Anleger trauen sich dank Draghis Versprechen immer öfter in Anleihen der Krisenstaaten.

Spanien muss weniger Zinsen zahlen. dapd

Spanien muss weniger Zinsen zahlen.

Madrid/FrankfurtTrotz der schweren Rezession kann sich das Euroland Spanien immer günstiger frisches Geld von Anlegern besorgen. Bei einer Versteigerung zweier kurzlaufender Schuldtitel sanken die Zinskosten am Dienstag auf den tiefsten Stand seit drei Jahren, wie aus Angaben der spanischen Notenbank hervorgeht. Die Nachfrage nach den Papieren mit sechs- und zwölfmonatiger Laufzeit war hoch.

Die Rendite des einjährigen Schuldtitels sank verglichen mit einer Auktion vor einem Monat um 0,24 Punkte auf 0,99 Prozent. Das ist der tiefste Stand seit April 2010. Die Rendite des Papiers mit Fälligkeit in einem halben Jahr reduzierte sich auf 0,49 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit März 2010. Mit insgesamt 4,05 Milliarden Euro konnte die viertgrößte Euro-Volkswirtschaft sogar mehr Kapital aufnehmen als geplant.

Die Ratings der Euro-Länder

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Niederlande

S&P Rating: AA+
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Österreich

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Portugal

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Negativ

Slowakei

S&P Rating: A
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Slowenien

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Negativ

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Zypern

S&P Rating: B
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Caa3

Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B-

Ausblick: Stabil

Experten erklären die seit Monaten rückläufigen Zinskosten in Krisenländern wie Spanien zum einen mit der Zusage der Europäischen Zentralbank (EZB), alles für den Erhalt des Euro tun zu wollen. Darüber hinaus werfen Staatsanleihen sicherer Adressen wie Deutschland seit langem kaum noch Zinsen ab. Investoren suchen deshalb nach Alternativen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Wegweiser

14.05.2013, 14:04 Uhr

LTRO, ELA, Target II, EFSF, EFSM, ESM, OMT, SMP, Dauerniedrigstzinsen, mögliche Aufkäufe von ABS-Derivaten, eine Bankenunion, Konjunkturschwankungsausgleichsfonds, eine gemeinsame europäische Arbeitslosenversicherung, bei exorbitanten Überschüssen drohen Verwarnungen und Strafen.

Der Euro ist eine quasi staatenlose Fremdwährung für einen dysfunktionalen und fragmentierten Währungs- und Wirtschaftsraum.

Viele Euroländer sind innerhalb dieser Währungsunion nicht und gar nicht mehr eigenständig überlebens- und existenzfähig. Die Südzone inklusive Frankreich hat einen realen Abwertungsbedarf von bis zu 45%, das Aufwertungspotenzial für uns liegt bei 50% + x.

Die derzeitige Geld- und Währungspolitik der EZB richtet sich nur noch an dem bedingungslosen Erhalt dieser Währungszone mit all ihren Mitgliedern aus. Dauerniedrigstzinsen, fragwürdige Auf- und Ankäufe, diese Währungspolitik können wir selbst nicht mehr beeinflussen und steuern, Weber und Stark quittierten, Weidmann wollte folgen.

Die südlichen Eurovolkswirtschaften stecken in einer jahrelange Rezession mit Massenarbeitslosigkeiten. Der Schuldenanstieg innerhalb der letzten beiden Jahren ist gewaltig, finanziert über die EZB und die Fonds.

Castrop_Rauxel

14.05.2013, 14:11 Uhr

Bekomme ich auch günstigere Kredite? Ich nehme mehr ein als ich ausgebe, ich habe Geld- und Sachwertbesitz und laufende Einnahmen. Das gibt mir doch eine höhere Bonität als fast jedem Staat auf der Welt, oder?

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