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11.07.2014

12:34 Uhr

Anleihemärkte

Portugals Anleihen erholen sich

Nach dem Rückschlag am Vortag konnte sich der Anleihemarkt in Portugal erholen. Die Bundesanleihen verharrten dagegen. Die Beruhigung der Lage ist auch am Primärmarkt ohne Weiteres ablesbar.

Ein Mann protestiert in Portugal: Die portugiesischen Anleihen erholen sich. ap

Ein Mann protestiert in Portugal: Die portugiesischen Anleihen erholen sich.

An den Anleihemärkten war die Tendenz am Freitag nach volatilem Auftakt freundlich. Damit kam es nach dem Rückschlag am Vortag zu einer Erholung.

Nachrichten zur verzögerten Rückzahlung von kurzfristigen Schuldtiteln bei der Espiritio Santo Financial Group SA hatten am Donnerstag die Sorgen vor einer Neuauflage der Schuldenkrise angeheizt. Mittlerweile scheint sich die Lage aber wieder beruhigt zu haben. „Eine Panik sieht anders aus”, schrieben die Volkswirte der National Bank in Essen in einem Kommentar am Freitag. „Die portugiesische Notenbank versucht zugleich, einer möglichen Panik entgegenzuwirken, indem sie betont, dass die betroffene portugiesische Bank über genügend Liquidität verfüge und durch eine Kapitalerhöhung gestärkt sei”. Ähnlich äußerte sich Goldman Sachs in einer Einschätzung am Freitag.

Staatsanleihen: Renditen im Sinkflug

USA

Rendite (zehnjährige Anleihe): 2,61 Prozent
Renditeveränderung (in den vergangenen drei Monaten): - 17,1 Basispunkte
Quelle: Bloomberg, 10.06.2014

Deutschland

Rendite: 1,38 Prozent
Renditeveränderung: - 24,8 Basispunkte

Italien

Rendite: 2,74 Prozent
Renditeveränderung: - 62,4 Basispunkte

Spanien

Rendite: 2,57 Prozent
Renditeveränderung: - 72,9 Basispunkte

Portugal

Rendite: 3,32 Prozent
Renditeveränderung: - 110,6 Basispunkte

Irland

Rendite: 2,41 Prozent
Renditeveränderung: - 65,9 Basispunkte

Griechenland

Rendite: 5,47 Prozent
Renditeveränderung: - 132,4 Basispunkte

Frankreich

Rendite: 1,71 Prozent
Renditeveränderung: - 48,5 Basispunkte

Finnland

Rendite: 1,57 Prozent
Renditeveränderung: - 35,9 Basispunkte

Österreich

Rendite: 1,66 Prozent
Renditeveränderung: - 24,7 Basispunkte

Niederlande

Rendite: 1,60 Prozent
Renditeveränderung: - 24,6 Basispunkte

Belgien

Rendite: 1,81 Prozent
Renditeveränderung: -52,1 Basispunkte

Großbritannien

Rendite: 2,69 Prozent
Renditeveränderung: - 10,8 Basispunkte

Japan

Rendite: 0,59 Prozent
Renditeveränderung: - 2,5 Basispunkte

Schweiz

Rendite: 0,72 Prozent
Renditeveränderung: - 25,8 Basispunkte

Russland

Rendite: 4,26 Prozent
Renditeveränderung: - 89,3 Basispunkte

Türkei

Rendite: 8,67 Prozent
Renditeveränderung: - 187 Basispunkte

Die Rendite zehnjähriger portugiesischer Anleihen sank um zehn Basispunkte und lag zuletzt bei 3,85 Prozent. Die Renditen zehnjähriger italienischer und spanischer Anleihen gingen um jeweils rund drei Basispunkte zurück.

Zehnjährige Bundesanleihen rentierten unterdessen seitwärts. Die Rendite verharrte am späten Vormittag kaum verändert bei 1,20 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future verlor fünf Basispunkte auf 147,66 Prozent.

BNP Paribas senkte in einer am Freitag veröffentlichten Einschätzung die BIP-Prognose für das Wachstum in der Eurozone im zweiten Quartal um 0,2 Prozentpunkte auf 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal und verwies auf eine Reihe schwacher Daten, die Anlass zur veränderten Beurteilung der Lage geben. Konkret verwies die Bank auf die anfangs der Woche veröffentlichten Daten zur Industrieproduktion in Deutschland und ähnlich enttäuschen Daten aus Frankreich, Italien und den Niederlanden am Donnerstag.

Die Beruhigung der Lage war auch am Primärmarkt ablesbar: Italien platzierte am Freitag drei Milliarden Euro bei einer 2017 fälligen Anleihe zu redkordtiefen 0,84 Prozent Rendite. Bei der letzten Auktion am 12. Juni musste Italien 0,89 Prozent bieten. Für siebenjährige Bonds bot Italien durchschnittlich 2,17 Prozent Rendite, die zwanzigjährigen Papiere wurden bei 3,44 Prozent zugeteilt. Italien platzierte insgesamt 7,5 Milliarden Euro im Markt und damit das angepeilte Maximum.

Zehnjährige US-Treasuries waren fester, die Rendite sank um zwei Basispunkte auf 2,52 Prozent.

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