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15.01.2007

09:33 Uhr

Anleihemärkte unter Druck

Aussicht auf höhere Zinsen belastet Renten

Die Anleihemärkte sind am Freitag nach guten US-Konjunkturdaten unter Druck geraten. In New York sanken zehnjährige Titel um 10/32 und rentierten mit 4,78 Prozent. In Europa schloss der Bund-Future 31 Basispunkte niedriger bei 115,19 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg auf 4,06 Prozent.

HB FRANKFURT. Ausschlaggebend für die schwache Tendenz waren überraschend gute Wirtschaftsdaten aus den USA, die die Wahrscheinlichkeit rascher Zinssenkungen jenseits des Atlantiks verringerten. Die Einzelhandelsumsätze lagen im Dezember 0,9 Prozent höher als im November, Volkswirte hatten nur mit einem Plus von 0,7 Prozent gerechnet. Zudem legten die Importpreise im Dezember stärker zu als erwartet.

In Europa drückten die Zinserhöhung in Großbritannien sowie die Aussicht auf einen ähnlichen Schritt der Europäischen Notenbank (EZB) die Stimmung. Nach den jüngsten Äußerungen von EZB-Chef JeanClaude Trichet gilt eine Zinserhöhung auf vier Prozent im März als äußert wahrscheinlich. Da anschließend weitere Zinserhöhungen möglich seien, dürften sich die Kapitalmarktrenditen bei mindestens 4,2 Prozent einpendeln, glauben die Experten der HVB. Dies werde den Bund-Future belasten, der sich in den kommenden Wochen dem Niveau von 114 annähern werde.

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