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04.03.2013

12:55 Uhr

Anleihemarkt

Bundesanleihen unverändert, Japan-Bonds auf Zehn-Jahres-Tief

Die Notierungen zehnjähriger Bundesanleihen sind minimal gestiegen. Anders sieht es bei den Renditen japanischer Bonds aus, die nach Äußerungen des designierten neuen Notenbankchefs in den Keller gehen.

Händler an der Börse Frankfurt: Was macht die EZB? Reuters

Händler an der Börse Frankfurt: Was macht die EZB?

Die Notierungen von zehnjährigen Bundesanleihen haben Montag seitwärts tendiert. Investoren blicken auf die Notenbanksitzungen der EZB und der Bank of England, die beide diese Woche stattfinden. „Für die Europäische Zentralbank gibt es bei der am Donnerstag anstehenden Ratssitzung keinen Grund, den geldpolitischen Expansionsgrad voreilig zu erhöhen. Es wäre falsch, den scheinbar nachlassenden Reformwillen in Europa mit einer Zinssenkung zu belohnen“, schreiben die Helaba-Analysten Viola Julien und Ulrich Wortberg in einer aktuellen Studie. „Im Gegensatz dazu mehren sich im geldpolitischen Entscheidungsgremium der Bank von England die Stimmen zugunsten einer weiteren Aufstockung der Anleihebestände.“

Die Rendite zehnjähriger Bunds war zuletzt mit 1,41 Prozent kaum verändert. Der Terminkontrakt Bund-Future stieg um acht Basispunkte auf 145,59 Prozent.

Die Ratings der Länder Europas

Albanien

S&P Rating: B+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: B1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: k.A.
Ausblick: k.A.

Andorra

S&P Rating: A-
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: k.A.
Ausblick: k.A.

Fitch Rating: k.A.
Ausblick: k.A.

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Bulgarien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB-
Ausblick: Stabil

Dänemark

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Island

S&P Rating: BBB-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB-
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Kroatien

S&P Rating: BB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB-
Ausblick: Negativ

Lettland

S&P Rating: BBB
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Positiv

Liechtenstein

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Litauen

S&P Rating: k.A.
Ausblick: k.A.

Moody's Rating: Baa1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Mazedonien

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moldawien

Moody's Rating: k.A.
Ausblick: k.A.

Montenegro

S&P Rating: BB-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba3
Ausblick: Stabil

Niederlande

S&P Rating: AA+
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Norwegen

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Österreich

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Polen

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A-
Ausblick: Stabil

Portugal

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Negativ

Rumänien

S&P Rating: BB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB-
Ausblick: Stabil

Russland

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Schweden

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Schweiz

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Serbien

S&P Rating: BB-
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BB-
Ausblick: Negativ

Slowakei

S&P Rating: A
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Slowenien

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Negativ

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Tschechien

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Türkei

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BBB-
Ausblick: Stabil

Ukraine

S&P Rating: CCC
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: B3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Ungarn

S&P Rating: BB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Stabil

Vereinigtes Königreich

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Weißrussland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: B3
Ausblick: Negativ

Zypern

S&P Rating: B
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Caa3

Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B-

Ausblick: Stabil

Äußerungen von Stefano Fassina von Pier Luigi Bersanis Demokratischer Partei, dass noch in diesem Jahr in Italien Neuwahlen anstehen könnten, sorgten darüber hinaus für etwas Verunsicherung auf den Märkten. „Nach den jüngsten Ereignissen hat der Markt von politischen Risiken erst einmal genug, und das wird heute das beherrschende Thema sein“, sagte Michael Leister, Rentenstratege bei Commerzbank in London. „Bunds dürften weiter Unterstützung erhalten, während es bei Peripherieanleihen tendenziell weitere Spreads oder steigende Renditen geben dürfte.“

Bei zehnjährigen italienischen Bonds stieg die Rendite um zwei Basispunkte auf zuletzt 4,81 Prozent. Damit nähert sie sich dem höchsten Stand seit über drei Monaten. Zehnjährige portugiesische Anleihen rentierten mit 6,23 Prozent einen Basispunkt höher.

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Um die Deflation zu stoppen, soll die Notenpresse noch schneller laufen.

Bei zehnjährigen spanischen Bonds ging es um sieben Basispunkte auf 5,15 Prozent nach oben. Zehnjährige italienische Papiere rentierten bei 4,85 Prozent sieben Basispunkte höher. Bei portugiesischen Bonds war die Rendite mit 6,24 Prozent zwei Basispunkte höher.

In den USA bewegten sich die Anleihekurse nur wenig. Zehnjährige Treasuries rentierten mit 1,83 Prozent einen Basispunkt niedriger.

In der Hoffnung auf verstärkte Käufe der Bank von Japan (BoJ) griffen Anleger bei japanischen Anleihen zu. Die Rendite der zehnjährigen Papiere fiel auf bis zu 1,505 Prozent, den tiefsten Stand seit 2003. Die 30-jährigen Titel markierten mit 1,715 Prozent ein Zweieinhalb-Jahres-Tief.

Der mögliche neue Chef der japanischen Notenbank, Haruhiko Kuroda, will im Kampf gegen Deflation und Konjunkturflaute die Notenpresse schneller rotieren lassen. Er fasst dabei auch den Ankauf langlaufender Staatsanleihen ins Auge.

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