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08.08.2012

15:00 Uhr

Anleihemarkt

Investoren verkaufen Spanien-Bonds

Anleger haben am Mittwoch erneut spanische Staatsanleihen verkauft. Möglicher Grund sind Spekulationen über einen möglichen Hilfsantrag. Experten sehen in den Verkäufen aber nur gewöhnliche Gewinnmitnahmen der Börsianer.

Anleger haben sich am Mittwoch von ihren Spanien-Anleihen getrennt. dpa

Anleger haben sich am Mittwoch von ihren Spanien-Anleihen getrennt.

FrankfurtAus Verunsicherung über einen möglichen Hilfsantrag Spaniens haben Anleger am Mittwoch erneut Staatsanleihen des Landes verkauft. Die Renditen auf zehnjährige spanische Anleihen sind am Mittwoch auf über sieben Prozent gestiegen. Diese Marke gilt für die Staatsfinanzierung als langfristig untragbar.

Neben den Renditen für zehnjährige Bonds stiegen auch die Zinsen auf zweijährige Staatsanleihen. Diese legten 46 Basispunkte auf 4,024 Prozent zu.

Händler begründeten die Entwicklung damit, dass es noch lange dauern werde, bevor es Spanien so schlechtgehe, dass es unter den Rettungsschirm schlüpfen müsse. Bislang hat Ministerpräsident Mariano Rajoy mit den Währungspartnern lediglich Hilfen für den maroden Bankensektor über bis zu 100 Milliarden Euro vereinbart.

Allgemein wird davon ausgegangen, dass weitere Unterstützung nötig ist. Rajoy hält sich jedoch bedeckt und macht alles von den Bedingungen für Hilfen abhängig.

„Es ist unklar, ob Spanien bereit für einen Hilfsantrag ist“, sagte ein Börsianer. „Es sieht eher danach aus, dass es - wenn sie es tun - noch einige Wochen dauern wird.“ Allerdings dürften die aktuellen Kursverluste nicht überbewertet werden, betonte er. Nach der Rally der vergangenen beiden Wochen sei die Versuchung, Kasse zu machen, schließlich besonders groß.

Am Aktienmarkt nahmen Investoren ebenfalls Gewinne mit. Der Leitindex Ibex gab am Mittwoch knapp zwei Prozent ab, nachdem er in den vergangenen beiden Wochen rund 20 Prozent zugelegt hatte. Die spanischen Bankenwerte hatten in diesem Zeitraum sogar knapp 30 Prozent gewonnen. Am Mittwoch verloren sie 1,6 Prozent.

Unterdessen setzte die Ratingagentur S&P die spanischen Banken weiter unter Druck. Sie droht der Banco Popular mit einer Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit innerhalb von drei Monaten. Bisher wird das Institut mit „BB+“ bewertet.

Die Geldhäuser Bankia, Banco Financiero y de Ahorro sowie Ibercaja Banco werden weiterhin mit „Creditwatch Negative“ eingestuft und müssen deswegen ebenfalls eine Herabstufung im nächsten Vierteljahr befürchten.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

08.08.2012, 17:06 Uhr

Ich bin für die Anlage von Politikerpensions-Geldern in spanischen Anleihen.

Wenn alles im Griff ist, wie immer wieder betont wird, dann sollte keiner unserer Politiker damit Probleme haben

Beamtenpension_in_Gefahr

08.08.2012, 23:05 Uhr

Die Idee ist nicht schlecht, für verschiedene Neid-Debatten Politiker, wie Herrn Gabriel und Herrn Trittin, Gewerkschaftsfunktionäre und Bankrotteure wie Herr Beck (Chef vom Nürburgring und Schloss-Hotel Bad Bergzabern, Überschuldung des Landeshaushalts) betrachte ich die deutsche Grundsicherung als angemessene Honorierung ihrer Leistungen.

Generell: Warum erhalten Beamte und Politiker automatisch so üppige Renten von Staat ohne einen eigenen Beitrag zu leisten?
Genosse Eichel ist trotz hohem Renteneinkommen eigens vor Gericht gezogen, um den letzten Euro vom Staat abzupressen. http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-11/eichel-rente-klage

Das muss aufhören, weil die kleinen Leute sich mit der fragwürdigen Rister-Rente abspeisen lassen müssen.

Aufgrund der Niedrigzinspolitik sind unsere Renten generell in Gefahr.

Die Beamten-Renten werden künftig die öffentlichen Haushalte mehr belasten als Deutschland es vertragen kann. Dieses Problem wird mit Sicherheit demnächst der rechtschaffene Steuerzahler mit erhöhten Abgaben und womöglich mit Zwangshypotheken und sonstigen Neidsteuern bezahlen dürfen

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