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30.05.2012

18:38 Uhr

Anleihen-Ausgabe

Linde profitiert von der Schuldenkrise

Über die Ausgabe einer Anleihe konnte der Gase-Spezialist sich deutlich billiger frisches Geld beschaffen als noch im Dezember 2011. Zu verdanken hat das Unternehmen das unter anderem einem Rating-Urteil.

Ein Tanklastzug der Linde AG. dapd

Ein Tanklastzug der Linde AG.

MünchenDer Industriegas-Spezialist Linde hat bei der Ausgabe neuer Anleihen von der Schuldenkrise in der Eurozone profitiert: Linde habe eine Anleihe über 500 Millionen Euro und einer Laufzeit von sieben Jahren mit einem Kupon von 1,75 Prozent verkaufen können, teilte der Konzern am Mittwoch in München mit. Linde konnte sich damit deutlich günstiger frisches Geld beschaffen als zuletzt. Im Dezember vergangenen Jahres hatte der Industriekonzern bei einer Anleihe über 750 Millionen Euro mit identischer Laufzeit noch einen Zins von 3,25 Prozent bezahlt.

Der Konzern musste damit rund vier Prozentpunkte weniger an Zins bezahlen als das Land Italien. Derzeit suchen vor allem institutionelle Anleger nach Investitionsmöglichkeiten, weil viele nicht mehr bereit sind, in Staatsanleihen von hochverschuldeten Ländern wie Spanien oder Italien zu investieren. Gefragt sind etwa deutsche Staatspapiere oder die Anleihen von als sicher geltenden Unternehmen. Linde wurde erst vor kurzem von der Ratingagentur Standard & Poor's hochgestuft und gilt daher als sicheres Anlageziel.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

30.05.2012, 19:05 Uhr

Nicht nur Linde profitiert. Alle deutschen Konzerne und der Staat profitieren. Die Zeche zahlen die Bürger in der EU - mehr oder weniger drastisch!

Leser

30.05.2012, 19:34 Uhr

Blödsinn, das sind verdiente Erfolge, und die PIIGS-F-Staaten zahlen erst dann ihre selbstverursachte Zeche, wenn wir endlich aus der Transferunion, die alle in den Abgrund reißt, aussteigen. Solange zahlen nämlich wir deren Zeche.

Account gelöscht!

30.05.2012, 20:47 Uhr

Wer kauft uns all die Dinge ab, wenn die anderen EU-Staaten am Ende sind. Griechenland ist erst der Anfang.

Es hat ein Wettlauf um die niedrigsten Löhne, die längsten Lebensarbeitszeiten, die geringsten Renten, schlechtesten Sozialsysteme usw. begonnen.

Deutschland hat vorgelegt. Abgesehen von Polen ist der Unterschied arm/reich nirgends größer!

Ich befürchte die anderen ziehen nach - eine Spirale ohne Ende. Die Leistungserbringer können nur verlieren! Die zahl der prekär Beschäftigten steigt unaufhaltsam, die der reichen Parasiten auch!

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