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15.04.2014

15:32 Uhr

Anleihen bei Krisenstaat

Griechenland nimmt kurzfristig Geld auf

Der Aufwärtstrend hält an: Griechenland leiht sich erneut, diesmal aber schnelles Geld – und die Investoren greifen zu. Nach der Rückkehr an die Kapitalmärkte vergangene Woche stehen einige Zeichen auf Hoffnung.

Sie demonstrieren in traditionellen Gewändern gegen die Reformen in ihrem Land – doch möglicherweise zeitigen die Bemühungen nun langsam Wirkung, Griechenland kommt wieder an frisches Geld. dpa

Sie demonstrieren in traditionellen Gewändern gegen die Reformen in ihrem Land – doch möglicherweise zeitigen die Bemühungen nun langsam Wirkung, Griechenland kommt wieder an frisches Geld.

AthenDas schuldengeplagte Griechenland hat sich am Dienstag kurzfristig 1,625 Milliarden Euro am Kapitalmarkt besorgt. Der Zinssatz für die dreimonatigen Papiere beläuft sich auf 2,45 Prozent. Er liegt damit deutlich niedriger als bei vergleichbaren Titeln im Vormonat mit 3,1 Prozent Zinsen, wie die Schuldenagentur PDMA mitteilte. Es gingen Gebote von über 3,4 Milliarden Euro ein.

Athen war vergangene Woche erstmals seit Ausbruch der schweren Finanzkrise erfolgreich an den längerfristigen Kapitalmarkt zurückgekehrt. Es konnte Staatsanleihen in Höhe von drei Milliarden Euro zu einer Nominalverzinsung von 4,75 Prozent mit einer fünfjährigen Laufzeit platzieren.

Geldquelle Staatsanleihen

Was sind Staatsanleihen?

Staatsanleihen oder Schuldverschreibungen sind eine der wichtigsten Finanzierungsquellen von Staaten. Im Gegensatz zu Aktien sind diese Wertpapiere mit einem festen Zins ausgestattet und das Kapital wird zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückgezahlt.

Wie sicher sind Staatsanleihen?

Anleihen werden in verschiedenen Laufzeiten von zumeist 2 bis 30 Jahren ausgegeben. Lange Zeit galten sie als äußerst sichere Anlageform, da das Risiko eines staatlichen Zahlungsausfalls als sehr gering betrachtet wurde. Mit der Schuldenkrise in Europa ist dieses Bild aber ins Wanken geraten.

Woraus ergibt sich der Zins?

Als Zinszahlung erhält der Anleger die Rendite oder den Effektivzins. Dieser ergibt sich aus dem im Vorhinein festgelegten Zins der Anleihe (Kupon) und dem von ihm gezahlten Marktpreis (Kurs) des Papiers. Sinkt die Nachfrage und damit der Kurs der Anleihe, steigt die Rendite.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

15.04.2014, 16:56 Uhr

Bleibt nur zu hoffen, dass die Bankenunion tatsächlich bewirkt, dass solche "Investoren" in Zukunft wenigstens ansatzweise für die Ausfälle haften müssen.
Ein gesundes Misstrauen ist da erfahrungsgemäß sicher angebracht.
Falls Griechenland überhaupt bis zum Inkrafttreten der Bankenunion durchhält.
So naiv oder „verrückt“ es auch klingen mag:
Das ganze von den Notenbanken für Bankenrettungsaktionen „gedruckte“ Geld wäre ganz sicher besser in die (leider ebenso fiktive) unmittelbare(!!) Bezahlung der Lieferanten und Anbieter der zahllosen Güter investiert, für deren Finanzierung regelmäßig dringende öffentliche Hilfeappelle (u.v.a. der UN) größtenteils ungehört verhallen.
Das würde ja auch die Wirtschaft ankurbeln, oder?!
Den Planeten vor den – übrigens höchst kostenträchtigen - Folgen zu retten, die es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nach haben wird (und ganz offensichtlich mit stetig zunehmender Tendenz schon heute hat), die eine ausbleibende Neudefinition unserer Vorstellung von „Wachstum“ zwangsläufig haben wird, ist aber angeblich zu teuer.
Wer ist hier eigentlich verrückt?

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