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07.11.2013

16:01 Uhr

Anleihen

Bundesanleihen vor Zinsentscheid unverändert

Noch hat sich der Anleihemarkt kaum bewegt – Draghi hat heute Mittag verkündet, den Leitzins der Europäischen Zentralbank auf 0,25 Prozent zu senken. Spanien zahlt niedrigsten Zins seit drei Jahren.

Die Finanzwelt lauscht seinen Ohren: Die EZB unter Mario Draghi reagiert auf die überraschend schwache Preisentwicklung. dpa

Die Finanzwelt lauscht seinen Ohren: Die EZB unter Mario Draghi reagiert auf die überraschend schwache Preisentwicklung.

Madrid/ FrankfurtDie Rendite zehnjähriger Bundesanleihen war am Donnerstagmorgen mit 1,74 Prozent annähernd auf dem Stand des Vortags. Der Bund Future stieg um sechs Basispunkte auf 141,21 Prozent. Die Rendite von US- Treasuries fiel um knapp einen Basispunkt auf 2,64 Prozent.

Die Europäische Zentralbank (EZB) senkt den Leitzins auf einen historischen Tiefstand von 0,25 Prozent. Analysten rechneten mehrheitlich damit, dass die Notenbank den Leitzins nicht senken wird.

„Draghi ist daran gelegen, mit 'dovishen' Äußerungen die Fantasie der Marktteilnehmer für eine weitere Lockerung der Geldpolitik aufrecht zu erhalten. Dies hat möglicherweise einen größeren Effekt als eine Leitzinssenkung, mit der dann die konventionellen Maßnahmen der Geldpolitik ausgeschöpft wären“, schreiben die Helaba-Ökonomen Johannes Jander und Ulrich Wortberg. „Wir gehen davon aus, dass die EZB-Entscheidung sowie die Worte Draghis auf der anschließenden Pressekonferenz einen tendenziell belastenden Einfluss auf den deutschen Rentenmarkt haben.“

Zehnjährige italienische Bonds rentierten mit 4,22 Prozent einen Basispunkt höher Auch Spanien kommt günstiger an neues Geld. Investoren verlangten am Donnerstag mit 4,164 Prozent den niedrigsten Zins seit September 2010, um dem Euro-Krisenland für zehn Jahre Geld zu leihen. Das zeigten Angaben der spanischen Schuldenagentur in Madrid.

Auch Papiere mit Fälligkeit in fünf Jahren konnten günstiger abgesetzt werden als zuletzt. Insgesamt spülte die Auktion wie geplant rund vier Milliarden Euro in die Staatskasse. Damit hat die Regierung den Finanzbedarf im laufenden Jahr laut Analysten schon beinahe gedeckt.

Spanien begibt am heutigen Donnerstag Anleihen mit Laufzeiten bis 2018, 2023 und 2026, Frankreich kommt mit 2024er und 2045er Bonds, Schweden tritt mit inflationsgebundenen Anleihen mit Laufzeit bis 2022 am Primärmarkt auf.

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