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14.10.2014

14:59 Uhr

Anleihen

Bunds steigen stärker als erwartet

In Krisenzeiten profitieren für gewöhnlich die solideren Staatsanleihen. So sorgten auch diesmal schwache Zahlen aus dem Euroraum und unter anderem auch aus Deutschland für steigende Kurse.

Schwache Zahlen aus dem Euroraum sorgen für steigende Kurse bei Staatsanleihen: Anleger setzen indes auf sichere Produkte. dpa

Schwache Zahlen aus dem Euroraum sorgen für steigende Kurse bei Staatsanleihen: Anleger setzen indes auf sichere Produkte.

FrankfurtDeutliche Kursgewinne hat es am Dienstag bei deutschen Staatsanleihen gegeben. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen sank vier Basispunkte auf 0,85 Prozent. Für den Terminkontrakt Bund-Future ging es 46 Basispunkte aufwärts auf 150,84 Prozent. Die in Krisenzeiten als besonders sicher geltenden Staatsanleihen profitierten von schwachen Daten aus dem Euroraum und Deutschland.

Im Euroraum ist die Industrieproduktion im August um 1,8 Prozent gegenüber dem Vormonat und damit so stark wie zuletzt im September 2012 zurückgegangen. Ökonomen hatten in einer Bloomberg-Umfrage einen Rückgang um 1,6 Prozent prognostiziert. Ebenfalls schwächer als erwartet fiel der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen für Deutschland im Oktober aus, der von 6,9 auf -3,6 sank. Hier lag die Erwartung bei einem Wert von 0,0.

Bei zehnjährigen Treasuries fiel die Rendite acht Basispunkte auf 2,20 Prozent. Zusätzlich zu den aktuellen Daten stützten Äußerungen von US-Notenbank-Vize Stanley Fischer vom Wochenende. Die US-Anleihen wurden am Montag wegen eines Feiertages nicht gehandelt. Fischer hatte signalisiert, dass eine Abschwächung der globalen Konjunktur zu einer Verzögerung bei Zinsanhebungen der Fed führen könnte.

Am Primärmarkt begab Deutschland eine inflationsindexierte Bundesanleihe mit Fälligkeit 2023 im Volumen von einer Milliarde Euro. Die Rendite lag bei minus 0,38 Prozent. Aus den Niederlanden kamen 2017 fällige Bonds mit einem Volumen von 2,6 Mrd. Euro und einer Emissionsrendite von 0,015 Prozent. Die KfW Gruppe zapfte den Markt mit dreijährigen Anleihen im Volumen von 3 Mrd. Euro an.

Im Geldmarktbereich platzierte Spanien sechs- und zwölfmonatige Papiere. Die Rendite der zwölfmonatigen Schatzwechsel lag bei 0,288 Prozent, bei den sechsmonatigen Papieren betrug sie 0,183 Prozent.

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