Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.02.2012

10:58 Uhr

Anleihen

EFSF setzt weiter auf asiatische Investoren

Der Finanzchef des Euro-Rettungsfonds hofft auf ein anziehen der Nachfrage nach EFSF-Anleihen sobald die nächste Griechenland-Tranche freigegeben ist. Doch auch jetzt bewertet er die Grundstimmung als positiv.

Aufeinander gestapelte Euro-Münzen. dpa

Aufeinander gestapelte Euro-Münzen.

BerlinDer Euro-Rettungsfonds EFSF kann nach den Worten seines Finanzchefs Christophe Frankel trotz der Schuldenkrise weiter auf das Interesse der asiatischen Investoren bauen. „Die Grundstimmung ist positiv“, sagte Frankel dem Magazin „WirtschaftsWoche“. „Wir fürchten nicht, dass sich die Asiaten abwenden. Was wir hören, ist: „Macht mehr, macht schneller.'“ Asien brauche eine stabile Euro-Zone. Denn diese sei ein zentraler Absatzmarkt. Außerdem biete der Euro eine Alternative zum Dollar.

Zwar seien bei der letzten Anleiheemission des EFSF im Januar europäische Investoren überproportional stark vertreten gewesen, sagte Frankel dem Vorabbericht vom Wochenende zufolge. Aber das sei nicht repräsentativ. Frankel äußerte die Hoffnung, dass die Nachfrage nach Genehmigung eines neuen Hilfspakets für Griechenland anziehen werde. „Natürlich machen uns die Unsicherheiten in Griechenland und auf europäischer Ebene zu schaffen“, sagte er: „Ein Abschluss in Athen entspannt die Marktlage.“

An den geplanten Hilfen über 130 Milliarden Euro soll sich der EFSF in großem Umfang beteiligen. Der Fonds werde „einen signifikanten Teil der Summe bereitstellen, teils in den nächsten Monaten, teils später“, sagte Frankel und versicherte zugleich: „Wir werden die Märkte nicht überstrapazieren.“

Die Laufzeit von Anleihen will der Finanzchef heraufsetzen. „Der EFSF hat ein Interesse an lang laufenden Geschäften, wir können bis auf 30 Jahre Laufzeit hochgehen.“ Zunächst aber müssten die Verhandlungen über die Griechenland-Hilfen abgeschlossen sein. „Danach können wir den Investoren vorschlagen, über zehn Jahre hinauszugehen“, sagte Frankel.

Die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds stellen immer noch Bedingungen für die Auszahlung der Gelder. Sie pochen auf einen tiefgreifenden, zügigen und unwiderruflichen Spar- und Reformkurs der Regierung in Athen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×